Erstmals seit 40 Jahren neue Nutzung

Engelsberger Asylheim schließt: So geht es dort künftig weiter

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Engelsberg - Eine Ära geht zu Ende: Seit rund 40 Jahren war der Pfarrhof ein Heim für Flüchtlinge, doch zum Jahresende wird die Unterkunft aufgelöst. Wie geht es dann weiter?

Dass die Großlandwirte Reichenspurner aus Garching das Asylbewerberheim in Engelsberg gekauft haben, war bereits bekannt. Nun steht auch fest, wie das Gebäude künftig genutzt wird: "Dort sollen die Landarbeiter vom Reichenspurner Hof untergebracht werden", bestätigt Bürgermeister Martin Lackner gegenüber chiemgau24.de. Details stehen noch nicht fest. Lackner schätzt, dass etwa 80 Arbeiter dort wohnen werden. Die neuen Besitzer werden dem Gemeinderat das Konzept noch vorstellen.

Sechs Flüchtlinge leben noch in der Unterkunft

Bis zum Jahresende führt die Regierung von Oberbayern das Gebäude, den ehemalige Pfarrhof, noch als Asylbewerberunterkunft. Bis zu 120 Flüchtlinge waren in der Spitze in den vergangenen Jahren in Engelsberg untergebracht. Im Juli 2017 begannen die Behörden dann damit, die Bewohner nach und nach umzuverteilen. "Aktuell leben noch sechs Personen in der Gemeinschaftsunterkunft", so Verena Gros, Pressesprecherin der Bezirksregierung: "Zwei Asylbewerber und vier weitere Personen mit bleibeberechtigtem Status."

Das ehemalige Pfarrheim in Engelsberg wurde 1964 von der Caritas gekauft, es diente als Familienerholungsheim. In den späten 1970er-Jahren wurden dann die ersten Flüchtlinge aus Vietnam dort einquartiert. Verschiedene Asylbewerber und Flüchtlinge aus bis zu 40 verschiedenen Nationen folgten in den nächsten Jahrzehnten. 

Gebäude stand für 1,2 Millionen Euro zum Verkauf

Das Gebäude hat insgesamt 43 Zimmer, die gesamte Wohnfläche misst knapp 1200 Quadratmeter. Für 1,2 Millionen Euro wurde das frühere Asylbewerberheim zum Verkauf angeboten. Auf dem Reichenspurner Hof, dessen Feldarbeiter künftig in Engelsberg wohnen sollen, werden unter anderem Erdbeeren, Artischocken und Kürbisse angebaut. Einen Namen gemacht haben sich die Garchinger vor allem durch den Anbau von Spargel

xe

Quelle: chiemgau24.de

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