Wahl: Bleistifte rechtens?

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Burgkirchen – Bei der Bürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag wurden zum Ausfüllen der Stimmzettel Bleistifte bereit gelegt. Viele Bürger waren deshalb zunächst irritiert:

In Burgkirchen wurde am Sonntag, 4.11.2012, ein neuer Bürgermeister gewählt – die Wahl endete mit einer Stichwahl (18.11.) zwischen Johann Krichenbauer (FW) und Franz Wallner (UBL) . Damit ließen die beiden die großen Parteien wie die SPD und CSU hinter sich.

Doch nicht das war wohl für viele Bürger das Kuriose an der Wahl. Viel seltsamer fanden die Wähler, dass sie ihre Stimmzettel mit einem Bleistift ausfüllen mussten. Davon irritiert wandten sich einige an die stellvertretende Wahlleiterin, Lena Eckert. „Ich bin an dem Tag im Rathaus gewesen, dort wurde ich tagsüber ein paar mal angerufen, aber das war kein Thema. Ich hab den Bürgern versucht zu erklären warum das so ist und ihre Bedenken so auszumerzen“, erklärt Eckert gegenüber innsalzach24.

Fotos vom Wahlabend:

Bürgermeisterwahl in Burgkirchen

Und die Erklärung lautete folgendermaßen: es wird für die Stimmzettel vorgeschrieben, weißes oder weißliches Papier zu verwenden. Damit sich da kein Filzstift oder Kugelschreiber durchdrücken kann, wurden Bleistifte verwendet. „Außerdem haben wir die Stimmzettel auch vorfalten lassen, dass die Kennzeichnung innen ist. Alles wurde mit dem Landratsamt abgesprochen“, so Eckert von der Wahlleitung weiter. Diese Aussagen bestätigte das Landratsamt Altötting. „Alles ist rechtens“, so der stellvertretende Pressesprecher, Markus Huber.

Stimmung nach der Wahl:

Um das Wahlvolk jetzt zu beruhigen wird die Stichwahl in rund zwei Wochen anders gehandhabt: „Es gibt bei der Stichwahl ein anderes Papier, eine Art Recyclingpapier, das ist nicht mehr ganz weiß. Es werden auch keine Bleistifte mehr benutzt, sondern Filzstifte in entsprechender Farbe“, erklärt Eckert. Das sei am Montag, 5.11.2012, mit dem Landratsamt abgesprochen worden. „Wenn die Bleistifte solche Probleme machen und es andere Möglichkeiten gibt, dann machen wir das natürlich“, so Eckert abschließend.

kmr

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