"Andere wurden nicht infrage gestellt"

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Burgkirchen - Die Volkshochschule erhält keinen Zuschuss mehr von der Gemeinde. Für VHS-Geschäftsführer Harald Rautter ist dies nur schwer nachzuvollziehen.

Die Entscheidung der Gemeinde Burgkirchen, die Volkshochschule Burghausen-Burgkirchen künftig nicht mehr finanziell zu unterstützen, stößt bei der VHS auf Unverständnis. Es sei "einfach verwunderlich", kommentierte VHS-Geschäftsführer Harald Rautter die Burgkirchner Entscheidung.

"Erwachsenenbildung ist kommunale Pflichtaufgabe"

"Andere Institutionen wurden nicht infrage gestellt", so Rautter. "Das zeigt, dass die Erwachsenenbildung nicht den Stellenwert hat, der in den Sonntagsreden verkündet wird." Dabei sei die Erwachsenenbildung eine kommunale Pflichtaufgabe. "Das steht im Gesetz." Andere Gemeinden, wie Emmerting, Mehring oder Kirchweidach, würden weiterhin einen Zuschuss leisten, so der Geschäftsführer.

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"Wir haben auch in den Zeiten gespart, wo es den Gemeinden gut gegangen ist", sagte Rautter. Im Gegenzug hätten die Gemeinden zugesichert, auch in schlechten Zeiten zur VHS zu halten. Burghausen habe sich daran gehalten - Burgkirchen nicht.

Wie der VHS-Geschäftsführer erklärt, stelle die Entscheidung Burgkirchens die VHS vor eine neue Situation. "Es wird sicher einiges umgestellt", sagte Rautter. Das werde für Burgkirchen eine Einschränkung sein. Konkret solle in der Gemeinde nur noch das angeboten werden, was gut laufe - und zwar in Räumlichkeiten der Gemeinde. "Burgkirchen stellt Räume zur Verfügung, und zwar gute Räume", so Rautter.

Name und Gremienstruktur auf dem Prüfstand

Dass sich die finanzielle Lage der VHS mit einem reduzierten Kursangebot verbessere, sei ein "weit verbreiteter Irrtum", erklärte der Geschäftsführer. Jeder Kurs habe einen positiven Deckungsbeitrag. Die Kursbeiträge müssen sogar immer die Honorare abdecken. Zudem habe die VHS die Kostenstruktur in den letzten sechs bis sieben Jahren ohnehin bereits runtergefahren. Auch deshalb zeigte der Geschäftsführer wenig Verständnis für Krichenbauers Forderung, die VHS müsse etwas an ihren Strukturen ändern.

Neben des Kursangebots sollen sich auch die Gremienstruktur und der Name der VHS ändern. Noch ist Bürgermeister Krichenbauer der stellvertretende Vorsitzende des Beirats der VHS und die Volkshochschule trägt die Gemeinde Burgkirchen in ihrem Namen. Diesbezügliche Änderungen sind aber der Mitgliederversammlung vorbehalten. Aktuell zählt die VHS rund 230 Mitglieder.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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