+++ Eilmeldung +++

Das Rock-Comeback 2018 in München

Rockavaria meldet sich mit einem Paukenschlag zurück!

Rockavaria meldet sich mit einem Paukenschlag zurück!

"Die guten Zeiten kommen nicht wieder"

  • schließen

Burgkirchen - Noch immer hat die Gemeinde mit gesunkenen Steuereinnahmen zu kämpfen. Die Folgen des Sparkurses bekommt jetzt die Volkshochschule zu spüren.

Als Industriestandort hat sich die Gemeinde Burgkirchen weit über die Landkreisgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Der Ortsteil Gendorf ist mit seinen chemischen Betrieben eine wesentliche Säule des Bayerischen Chemiedreiecks. Noch 2008 flossen rund zehn Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen in den Gemeindehaushalt. Seit der Finanzkrise sind diese Zeiten jedoch vorbei - und kehren auch nicht wieder, glaubt Bürgermeister Johann Krichenbauer.

Gewerbesteuereinnahmen sanken um 90 Prozent

"Wir sind ein Industriestandort, der auf Gewerbesteuereinnahmen angewiesen ist", erläutert Krichenbauer im Gespräch mit innsalzach24. 2009 allerdings brach diese wichtige Einnahmequelle so gut wie komplett weg. Die Gewerbesteuereinnahmen sanken von rund zehn Millionen Euro im Vorjahr auf eine Million Euro. Eine wahre "Dramatik" habe sich entwickelt, so der Bürgermeister.

Burgkirchens Bürgermeister Johann Krichenbauer.

Ein Problem sei gewesen, dass die in Burgkirchen ansässigen Unternehmen ihre Gewinne über die Konzernstruktur verschoben hätten - in Länder mit niedrigerer Unternehmensbesteuerung. Der Gemeinde wurde eine ihrer Stärken zur Last: Betriebe, die nur an einem Standort tätig sind, könnten schließlich kaum Gewinne ins Ausland verschieben. International tätige Konzerne hingegen schon. Firmen, die nur vor Ort sind, seien letztlich besser für eine Gemeinde, findet Krichenbauer.

Gemeinde muss Rücklagen erwirtschaften

Inzwischen lägen die Gewerbesteuereinnahmen zwischen sechs und sieben Millionen Euro. "Wir hoffen, dass es sich auf diesem Niveau stabilisiert", so der Bürgermeister. Werte wie vor der Finanzkrise, dessen ist sich Krichenbauer sicher, werde es aber nicht mehr geben. "Es geht uns wesentlich besser als 2009, wir werden aber die guten Ergebnisse nicht mehr erreichen", sagt Krichenbauer. "Die guten Jahre kommen nicht wieder." Es müsse Einschränkungen geben, damit die Einnahmen reichen.

Besonders die möglichen Schwankungen der Gewerbesteuereinnahmen von Jahr zu Jahr stellen die Gemeinde vor eine Herausforderung. "Wir müssen den Haushalt so gestalten, dass wir Rücklagen erwirtschaften können", erläutert Krichenbauer. Die damit einhergehenden Sparmaßnahmen treffen nun die gemeinsame Volkshochschule mit Burghausen. Die Gemeinde zieht sich aus der finanziellen Trägerschaft zurück.

Lesen Sie auch:

Kein Geld und überflüssiger Zuschuss

Diese Maßnahme entlastet den Haushalt nach Angaben Krichenbauers um 35.000 Euro im Jahr. In Zukunft sieht der Bürgermeister die VHS in der Pflicht. "Ihr müsst auch an euren Strukturen was ändern", so seine Forderung. Schon 2010 habe man beschlossen, dass keine Barmittel mehr zur Verfügung gestellt werden sollen, so Krichenbauer. 2011 und 2012 habe aber noch die Stadt Burghausen einen Teil der Beiträge übernommen.

Der Konsolidierungsprozess dauert an

Darüber hinaus sind derzeit keine Sparmaßnahmen geplant. Allerdings, so Krichenbauer, sei man immer noch in einem Konsolidierungsprozess. "Wir durchforsten viele Möglichkeiten. Das ist ein permanenter Prozess." Man versuche "an allen Ecken und Enden" effizient zu sein. 2013 könnte man wohl sogar Rücklagen bilden - falls die Gewerbesteuereinnahmen auf dem bisherigen Niveau bleiben. "Wir haben erst acht Monate hinter uns", mahnt Krichenbauer.

Rubriklistenbild: © dpa/kmr

Zurück zur Übersicht: Region Burgkirchen/ Garching

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser