Krichenbauer ist Bürgermeister!

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Wahlsieger Johann Krichenbauer (rechts) nimmt direkt nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses die Glückwünsche entgegen. Er ist neu gewählter Bürgermeister von Burgkirchen.

Burgkirchen - Nach der ersten Bürgermeisterwahl vor rund zwei Wochen ging es heute in die Stichwahl. Hier finden Sie alle aktuellen Informationen zum Wahlabend! **Video folgt**

Hier geht es zum ausführlichen Bericht vom Wahlabend

Zittern bis zum Wahlsieg

18.35 Uhr: Das Endergebnis: 52,97% für Johann Krichenbauer, er ist der neue Bürgermeister von Burgkirchen! Franz Wallner muss sich mit 47,03% geschlagen geben. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,01%.

18:33 Uhr: Jetzt fehlt schon nur noch ein Wahlbezirk und für Johann Krichenbauer haben bisher 61,64% der Wahlberechtigten ihr Kreuz gemacht.

18.32 Uhr: Die Ergebnisse aus fünf Bezirken sind da. Krichenbauer bliebt mit 61,54% vorn.

18.30 Uhr: Dritter Stimmbezirk ausgezählt. Johann Krichenbauer hat weiterhin die Nase vorn, jetzt aber nur noch mit 60,95%.

18.26 Uhr: Der zweite Bezirk kommt direkt hinterher. Im Moment sind es Krichenbauer 64,12% für Krichenbauer.

18.23 Uhr: Der erste von sieben Stimmbezirken ist ausgezählt. Zwischenstand: 64,15% für Krichenbauer, 35,85% für Wallner.

18.10 Uhr: Immer mehr Bürger kommen in den Sitzungssaal des Rathauses. Sie warten darauf, dass die ersten Zwischenergebnisse bekannt werden.

18.00 Uhr: Die Wahllokale sind ab sofort geschlossen. Jetzt heißt es: Warten auf die ersten Ergebnisse der Auszählung.

Fotos von der Stichwahl:

Stichwahl Burgkirchen

Lesen Sie hier den Vorbericht zur Stichwahl

Die Lager scheinen derzeit zweigeteilt. Während Franz Wallner von der Überparteilichen Bürgerliste (UBL) seinen Vorteil im Einheimischenbonus sieht, ist sich Johann Krichenbauer von den Freien Wählern (FW) sicher, dass sich die Bürger einen Auswärtigen wünschen:

Wallner: "Ich kenne die Gemeinde!"

"Ich habe viele positive Zusprüche bekommen. Die Leute finden es gut, dass ich als Einheimischer in der Stichwahl bin. Mein Mitbewerber wohnt ja in Rosenheim. Ich hingegen bin hier aufgewachsen, kenne die Gemeinde und war auch 12 Jahre lang im Gemeinderat", erklärt Wallner gegenüber innsalzach24. Vor der ersten Wahl hätten zwar noch Sachthemen, wie der Erhalt des Freibades, überwogen, jetzt sei es den Bürgern allerdings wichtiger ob einheimisch oder nicht, so der 50-jährige Bankkaufmann.

Krichenbauer: "Bürger wollen unbelasteten Bürgermeister!"

Ganz anders denkt Johann Krichenbauer, der bei der Wahl am Sonntag, 4.11.2012, nur knapp 55 Stimmen hinter Wallner lag. "Das Wahlergebnis war beachtlich, obwohl ich von außerhalb komme und über keinerlei Netzwerk in Burgkirchen verfüge. Ich glaube, dass den Burgkirchnern wichtig ist, dass der neue Bürgermeister einer wird, der unbelastet ist. Jemand von außen, der keine Altlasten hat und der nicht mit vielen Menschen im Ort freundschaftlich verbunden ist. Dadurch könnte es öfter schwierig werden, objektiv zu bleiben", erklärt Krichenbauer.

Fotos vom ersten Wahlabend:

Bürgermeisterwahl in Burgkirchen

Wallner: "Wir müssen in der Krise zusammenhalten!"

Lesen Sie auch: Wahl: Bleistifte rechtens?

Ihre Kompetenz wirklich Bürgermeister zu werden sehen beide Männer allerdings woanders: "Meine wichtigste Botschaft ist, dass ich unabhängig bin. Hinter mir steht keine Partei. Das ist die Chance, Burgkirchen wieder nach vorne zu bringen und die schwere Finanzkrise, in der wir auf Mittel von der Regierung von Oberbayern angewiesen waren, hinter uns zu lassen. Die Gemeinde muss erkennen, dass wir in der Krise zusammenhalten müssen. Gerade jetzt, wo wir finanziell wieder Licht am Ende des Tunnels erkennen", sagt Franz Wallner. Somit würden sich ganz viele Projekte wieder umsetzen lassen, gerade was Freizeitmöglichkeiten wie das Freibad betreffe, so der UBL-Kandidat.

Krichenbauer: "Neuer Bürgermeister braucht viel Fachkompetenz!"

Johann Krichenbauer setzt auf seine Erfahrung als Prüfer beim Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband. In diesem Job habe der 50-Jährige sehr oft mit der Gemeinde Burgkirchen und ihren finanziellen Schwierigkeiten zu tun gehabt. "Durch die intensive Zusammenarbeit ist mir die Gemeinde ans Herz gewachsen. Außerdem muss ein Bürgermeister her, der viel Fachkompetenz braucht. Herr Wallner hat zwar als Bankkaufmann auch gelernt mit Zahlen umzugehen, aber zur Führung eines Gemeinde reicht das in meinen Augen und auch in den Augen der Bürger nicht aus. Es gehört einfach mehr dazu", erklärt der dreifache Vater.

kmr

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