Bürgermeister an Krebs gestorben

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Burgkirchen - Bürgermeister Dr. Stephan Merz hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Am Wochenende verstarb er. Auch Parteifreund Hans Steindl ist sehr betroffen.

Burgkirchens SPD-Bürgermeister Dr. Stephan Merz ist tot. In der Nacht zum Samstag erlag der 60-Jährige einem Krebsleiden. Vor kurzem feierte Merz noch seinen runden Geburtstag. 

Ende Mai ging er mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit. Damals schrieb er in einer Pressemitteilung:

"Seit kurzem weiß ich, dass ich an Krebs erkrankt bin. Als Bürgermeister von Burgkirchen ist diese Krankheit nicht nur meine private Angelegenheit. Sofern sie meine Arbeit im Amt betrifft, ist ein öffentliches Interesse legitim. Deshalb einige Informationen dazu. Die Krebserkrankung wird durch eine Chemotherapie behandelt. Diese Chemotherapie ist normalerweise gut verträglich und wirkt stabilisierend. Sie erlaubt mir, auch weiterhin zu arbeiten. Falls sich mein Zustand so verändern sollte, dass ich meine Aufgaben im Rathaus nur noch eingeschränkt oder nicht mehr erfüllen kann, werde ich entsprechend reagieren und sie umgehend informieren."

Nun ist es leider Gewissheit. Dr. Stephan Merz konnte den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

Parteifreund Hans Steindl: "Ich bin sehr traurig"

"Stephan Merz war ein sehr loyaler, toleranter und objektiver Mensch", erinnert sich Hans Seindl, Bürgermeister von Burghausen. "Er hat Wärme in die Politik gebracht."

Steindl kannte den Burgkirchener Bürgermeister seit vielen Jahren. "Ich bin sehr traurig über diese Nachricht", sagt er gegenüber innsalzach24.de. "Wir haben uns sehr gut verstanden - politisch wie auch menschlich."

Als "aufrechten Sozialdemokraten" wird er Stephan Merz in Erinnerung behalten. "Ich habe mich sehr gefreut, als Stephan Merz 2008 zum Bürgermeister gewählt wurde", so Steindl. "Da war noch nicht abzusehen, dass er in den kommenden Jahren mit vielen politischen Schwierigkeiten zu tun haben würde. Die Gemeinde Burgkirchen kam schon vor 2008 in finazielle Schwierigkeiten. Ich kann als Kommunalpolitiker gut nachvollziehen, dass sich dieser Stress auch negativ auf die Gesundheit auswirkt."

Am 60. Geburtstag von Merz vor wenigen Wochen war Hans Steindl noch bei der großen Feier dabei. "Ich habe gemerkt, dass es für ihn sehr wichtig war, auch mit der Öffentlichkeit zusammen zu feiern. Leider hatte sich sein Zustand in den letzten Tagen stark verschlechtert. Es war nur noch eine Frage, wie lange sich sein Leiden hinziehen wird."

Landrat Erwin Schneider: "Ein lieber,  netter Mensch"

Auch Altöttings Landrat Erwin Schneider (CSU) zeigte sich tief bestürzt. Über die Parteigrenzen hinaus wurde Dr. Stephan Merz sehr geschätzt.  "Es war eine bittere und traurige Nachricht, dass Bürgermeister Merz von uns gegangen ist. Er war ein lieber, netter Mensch. Seinen 60. Geburtstag Anfang Juli habe ich noch mit ihm zusammen gefeiert. Da hat er noch nicht den Eindruck gemacht, dass er von der Krankheit so stark gezeichnet war. Darum war ich dann auch besonders geschockt, dass es so schnell zu Ende ging. Er wird mir und den Bürgern sehr fehlen."

red is24 /  Pressemitteilung Gemeinde Burgkirchen

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