DEKRA-Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

Nicht jeder Gebrauchte hält, was er verspricht - darauf sollten Sie unbedingt achten

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Ein Fachmann kann beim Gebrauchtwagenkauf helfen, Mängel aufzudecken.

Unfallschäden, kaschierte Durchrostungen am Unterboden, Lackierungen, die Mängel überdecken: Beim Kauf eines Gebrauchten sollte man ganz genau hinschauen. Die Gebrauchtwagenexperten von DEKRA wissen, worauf Käufer achten sollten.

Die Optik eines Gebrauchtwagens kann noch so bestechend sein, über die wirkliche Qualität eines Fahrzeuges sagt sie häufig herzlich wenig aus, warnen die Gebrauchtwagenexperten von DEKRA. Ganz typisch sind etwas ältere Autos, die vom Lack her super dastehen, mit sauberem Unterbodenschutz glänzen und dem Betrachter aus zwei Meter Abstand ein "Wow!" entlocken. Doch oft entpuppen sich solche Gebrauchte bei näherem Hinsehen als klassische Blender.

"Verbreitet sind nicht fachgerecht instandgesetzte Unfallschäden, kaschierte Durchrostungen am Unterboden oder Lackierungen, die Mängel überdecken. Auch der Kilometerstand ist bei vielen Autos ein Problem, denn es macht einen Unterschied von einigen tausend Euro, ob ein Auto 30.000 oder 80.000 Kilometer auf dem Tacho hat", sagt Michael Tziatzios von DEKRA.

Diese Fragen sollten Sie stellen

Für den normalen Autokäufer sind solche Dinge oft nur schwer zu erkennen, aber er muss nicht blind in die Falle tappen. Tziatzios empfiehlt, zur Besichtigung einen Fachmann mitzunehmen, der weiß, wo er beim Check hinschauen muss. "Fragen Sie den Verkäufer auch, warum er das Auto abgibt, und interessieren Sie sich für die Fahrzeughistorie, vor allem, ob sie sauber nachvollziehbar ist. Sind im Kundendienstheft alle Stempel drin? Liegen Reparaturrechnungen vor und sind die angegebenen Kilometerstände plausibel?", so sein Tipp.

Zu den interessanten Facts gehören außerdem die Haltedauer des Fahrzeuges und die Zahl der Vorbesitzer. Gab es nur wenige Vorbesitzer, die lange mit dem Wagen glücklich waren, muss ein höherer Kilometerstand nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein.

Händler oder von Privat?

Auch wo man kauft, ist eine Überlegung wert. Wer zum Händler geht, hat das Gewährleistungsrecht auf seiner Seite und kann nach dem Kauf noch ein Jahr lang Ansprüche geltend machen. Im Unterschied dazu ist beim Kauf von Privat in der Regel jegliche Gewährleistung ausgeschlossen.

Beim Privatkauf empfiehlt sich deshalb besonders, zur Besichtigung einen Fachmann einzuschalten und mit den Wagen eine Prüfhalle anzusteuern. DEKRA bietet zur Absicherung ein Gebrauchtwagen-Siegel an, das neben dem Check von Technik und Karosserie auch einen Check der elektronischen Systeme einschließt.

Gebrauchtwagenexperten der DEKRA in Ihrer Nähe:

DEKRA/fn

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