Das sagt die Polizei zur Kreuzung zwischen Burgkirchen und Kirchweidach

Drei Unfälle in einem Monat: Muss Hermannbräu-Kreuzung entschärft werden?

An der Hermannbräu-Kreuzung krachte es zuletzt häufiger, wie hier am 17. April.
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An der Hermannbräu-Kreuzung krachte es zuletzt häufiger, wie hier am 17. April.

An der Hermannbräu-Kreuzung kam es zuletzt zu drei Unfällen mit insgesamt 12 Verletzten. Reiner Zufall oder handelt es sich hierbei um einen Unfallschwerpunkt? innsalzach24.de hat mit der zuständigen Polizeiinspektion Burghausen gesprochen, wie sie die Lage einschätzen.

Burgkirchen - „Immer wieder kommt es an der sogenannten Hermannbräu-Kreuzung zu schweren Verkehrsunfällen und vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Todesopfer geben wird“, schreibt uns ein besorgter Leser. Er selbst müsse diese Kreuzung ebenfalls jeden Tag überqueren. „Ich hoffe jeden Tag, dass mich kein anderer Autofahrer übersieht. Für mich ist diese Kreuzung auch der Unfallschwerpunkt Nummer Eins im Landkreis“, schreibt er weiter.

Drei Unfälle in einem Monat an der Hermannbräu-Kreuzung zwischen Burgkirchen und Kirchweidach

Fakt ist: Zwischen dem 16. März 2021 und dem 17. April 2021 ereigneten sich drei Unfälle an dieser Kreuzung und forderten insgesamt 12 Verletzte. Diese Unfallserie begann mit einer Kollision zweier Autos und einer leicht und einer schwer verletzten Frau. Am 28. März verletzten sich sechs Verkehrsteilnehmer – darunter eine Schwerverletzte. Zuletzt kamen vier weitere Verletzte hinzu – darunter eine schwangere Frau. Bei allen drei Unfällen wurden die Vorfahrt missachtet bzw. das Stop-Schild übersehen.

Auch Wilhelm Grasteit, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Burghausen, bestätigt uns, dass es sich bei dieser Kreuzung um einen aktuellen Unfallhäufungspunkt handelt. Betrachtet man die letzten drei Jahre – also vom 1. April 2019 bis heute – ereigneten sich insgesamt fünf Unfälle an dieser Stelle. Auffällig sei es aber auf alle Fälle, dass sich in diesem Jahr bereits drei Mal gekracht hat.

Fotos vom Unfall auf der AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April

Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW
Unfall auf AÖ25 bei Herrmannbräu am 17. April
Am 17. April ereignete sich im Gemeindegebiet Burgkirchen ein Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. © fib/MW

Kreuzung ein Fall für die Unfallkommission

„Die Unfälle werden begutachtet und nochmal genauer untersucht. Entscheidend ist aber, dass die Unfallursache analysiert wird“, erklärt Grasteit gegenüber innsalzach24.de. Spiele die Tageszeit vielleicht eine Rolle, wenn Fahrer vielleicht von der Sonne geblendet werden? Auch Alkohol könne eine Rolle spielen. Die Kreuzung komme aber auf jeden Fall in die Unfallkommission, um eine mögliche Verbesserung zu erzielen.

Ob ein Kreisverkehr die richtige Lösung ist, könne Grasteit nicht sagen. Die Frage sei aber generell, ob dieser auch umsetzbar wäre. Da müsste man sich auch die Besitzverhältnisse der benötigten Grundstücke anschauen. Das wäre dann die Aufgabe vom Landratsamt. „Aber natürlich könnte dies eine Option sein“, möchte Grasteit einen solchen Umbau nicht ausschließen.

Mögliche Verbesserungen werden überprüft

Grundsätzlich trete man aber stufenweise an die Unfallstelle heran und es werde nicht gleich ein Kreisverkehr gebaut. Ist die Beschilderung noch in Ordnung? Sieht man die Fahrbahnmarkierungen noch? Gibt es vielleicht noch andere Optionen, um die Situation an dieser Stelle zu verbessern? Mit all diesen Fragen wird man sich in naher Zukunft beschäftigen.

Man werde sich auch nochmal die Statistik der Unfallhäufung über einen längeren Zeitraum berücksichtigen. „Wir haben unsere Straßen im Blick“, versichert Grasteit. Entscheidend ist, die Situation an dieser Stelle zu entschärfen.

jz

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