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Lebt seit drei Jahren dort

Burgkirchner erlebt Todestag der Queen in London: Das hat er zu berichten

„In den U-Bahn-Stationen hingen auf einmal sichtlich auf die Schnelle hergestellte Plakate an den Anschlagbrettern“, berichtet Patrick Stolze, der seit inzwischen fast drei Jahren in London lebt. Er stammt ursprünglich aus Burgkirchen an der Alz.
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„In den U-Bahn-Stationen hingen auf einmal sichtlich auf die Schnelle hergestellte Plakate an den Anschlagbrettern“, berichtet Patrick Stolze, der seit inzwischen fast drei Jahren in London lebt. Er stammt ursprünglich aus Burgkirchen an der Alz.

Patrick Stolze, der ursprünglich aus Burgkirchen an der Alz stammt, erlebte in London den Todestag der Queen mit. Hier berichtet er, wie er die Reaktion der Menschen dort erlebte und wie dort über die Königsfamilie diskutiert wird.

Burgkirchen/London - „In den U-Bahn-Stationen hingen auf einmal sichtlich auf die Schnelle hergestellte Plakate an den Anschlagbrettern, in denen der Manager der Betreiberfirma sein Beileid aussprach. Ich bin dann mit Freunden zusammen direkt zum Buckingham Palace. Dort war ein großes Polizeiaufgebot, alle sichtlich angespannt“, berichtet Patrick Stolze gegenüber unserer Redaktion, „In den Pubs war sehr viel los. Man fand nirgends mehr einen freien Platz, die Leute haben sich getroffen, weil sie Redebedarf hatten. Das war schon ein großes Thema, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass es solch ein Ausnahmezustand war, wie es teils in den Medien dargestellt wird. Jetzt gerade war ich zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in New York. Da war es sehr viel emotionaler. Leute weinten, als sie an der Gedenkstätte Blumen niederlegten.“

Burgkirchner erlebt Todestag der Queen in London

Stolze lebt seit dem Oktober 2019, also knapp drei Jahre, in London. Ursprünglich stammt er aus dem Ortsteil Hirten von Burgkirchen an der Alz. „Ich arbeite hier als selbständiger Session-Musiker. Das bedeutet, ich arbeite in erster Linie im Studio. Künstler und Produzenten kaufen von mir Schlagzeug-Musikspuren für ihre Projekte an“, berichtet er. Man hört ihm die Jahre in London an, sein bayerischer Dialekt vermischt sich immer wieder mit einem britischen Sprachklang. „Daneben spiele ich noch in Bands in der Stadt. Die Hoffnung ist natürlich, dass man von Leuten aus der Musikindustrie entdeckt wird.“

„Wie gesagt, die unmittelbaren Reaktionen wirkten auf mich nicht so emotional, wie es teils dargestellt wurden. Das heißt aber nicht, dass die Leute zur Queen und der Königsfamilie keine teils sehr unterschiedlichen Meinungen hätten“, fährt Stolze fort. „Beispielsweise habe ich vor zwei Tagen einen Unternehmer kennengelernt, der sehr gegen die Royals eingestellt ist. Er verwies, unter anderem, darauf, dass König Charles, anders als ‚normale Leute‘ keine Erbschaftssteuer für das Vermögen das er erhält zahlen muss. Oder die anhaltenden Gerüchte und Anschuldigungen gegen Prinz Andrew, dass dieser ein pädophiler Missbrauchstäter sei und dies von seiner Mutter jahrelang geheimgehalten worden sei.“

Burgkirchner berichtet: Verhaltenere Reaktionen, als in den Medien dargestellt, aber durchaus unterschiedliche Meinungen

„Und dann ist da beispielsweise ein Schlagzeuglehrer, den ich kenne. Der hat schon mit Amy Whinehouse gespielt und ist ein totaler Fan der Monarchie“, so Stolze weiter, „Er sagt, seiner Ansicht nach sei sie die Oma einer, wenn nicht von zwei bis drei Generationen gewesen. Für ihn war es ganz logisch, dass Charles steuerfrei erbt, schließlich müsse das Vermögen der Familie zusammengehalten werden. Wie sollten sie denn auch sonst ihr vorbildhaftes Leben vorzeigen können, so sein Argument.“ In seinem engeren Freundes- und Bekanntenkreis würde das Ganze sehr viel weniger diskutiert. „Als beispielsweise die ‚Black Lives Matter‘-Proteste waren, verhielt sich das ganz anders.“

Stolze will auch weiterhin in der britischen Hauptstadt leben. „Ich würde wirklich gerne Leute aus meinem Heimatlandkreis Altötting bei einer Reise durch England, spezielle wenn es durch London geht behilflich sein. Wer da Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden. Meine Kontaktdaten findet Ihr auf meiner Website.“ Für ihn erfüllt sich unterdessen demnächst ein Traum. „Ich gehe im Dezember mit der Künstlerin ‚Little Simz‘ auf Tour.“ Diese ist eine britische Rapperin, Sängerin und Schauspielerin. „Da treten wir dann auch in der Muffathalle in München auf, also wieder in meiner bayerischen Heimat“, freut er sich.

hs

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