Keine Fördergelder für die Gemeinde

Förderung: Wurde Burgkirchen vorgeführt?

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Nicht nur Bürgermeister Johann Krichenbauer, sondern auch mehrere Gemeinderäte äußerten am Dienstag ihr Unverständnis darüber, dass Burgkirchen und ihre Partnergemeinden kein Geld aus der IRE-Förderung erhalten. (Foto: Archiv)
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Burgkirchen - Die Gemeinde erhält keine IRE-Förderung, die Entscheidung ist endgültig. Im Gemeinderat wurde Kritik laut, dass die "Nobelkommunen" den Zuschlag bekommen haben.

13 Kommunen aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Traunstein und Rottal-Inn wollten gemeinsam ein interkommunales Projekt zur Wirtschaftsförderung in Angriff nehmen. Dabei setzten sie auf Fördermittel aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (kurz EFRE), der in seinem Teilprogramm für „Integrierte Räumlicher Entwicklungsmaßnahmen“ (IRE) interkommunale Kooperationen zur Stadt-Umland-Entwicklung fördert. Für die Landkreise Mühldorf und Altötting war vor kurzem sogar ein besonderer Handlungsbedarf festgestellt worden. Umso überraschender war nun die Nachricht, dass die 13 Kommunen keine IRE-Förderung für ihr Projekt erhalten.

"Die Auswahl ist nicht nachvollziehbar"

Eine der 13 Kommunen ist die Gemeinde Burgkirchen. Als Bürgermeister Johann Krichenbauer am Dienstag im Gemeinderat die IRE-Absage bekanntgab, fanden er und mehrere Gemeinderäte deutliche Worte. Zuvor hatte bereits der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch die Absage scharf kritisiert. "Diese Auswahl ist für uns nach wie vor nicht nachvollziehbar", kritisierte nun auch Bürgermeister Krichenbauer. Man sei die einzige Gruppe gewesen, die einen Zusammenschluss von 13 Gemeinden zustande gebracht hätte. "Ich habe für mich persönlich den Eindruck gewonnen, dass wir vorgeführt worden sind."

Nicht nur die Absage für Burgkirchen und Co., sondern auch die Auswahl der Sieger stößt der Gemeinde sauer auf. So gibt es Fördermittel für Ingolstadt, Rosenheim und Pfaffenhofen an der Ilm. Man könne das Unverständnis gar nicht laut genug zum Ausdruck bringen, sagte Gemeinderat Dieter Wüst (Freie Wähler). "Die Sieger in diesem Rennen sind drei Nobelkommunen", so Wüst.

Bogner: Weiter dranbleiben

Wie Krichenbauer erklärte, trage man den Unmut mit Hilfe der Abgeordneten ans Staatsministerium heran. "Es ist momentan alles aktiv. Aber fest steht: Wir sind draußen." Über die Gründe für die Absage ist noch nichts bekannt. Auf eine Anfrage bei der Obersten Baubehörde hat Krichenbauer keine Auskunft erhalten. Ihm sei geantwortet worden, dass man das noch nicht sagen dürfe, weil die Pressemeldung noch nicht unterschrieben sei.

Bei allem Ärger über die Absage rief Gemeinderat und Dritter Bürgermeister Jürgen Bogner (SPD) dazu auf, weiterhin dranzubleiben und Ziele für das interkommunale Projekt zu definieren. Irgendwelche "Verschwörungstheorien", weshalb Burgkirchen und ihren Partnergemeinden abgesagt wurde, könne man sowieso nicht beweisen.

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