Burgkirchner Kommunalpolitiker und Geschäftsmann verstorben

"Sehr geachtet, respektiert und geschätzt"

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Der Burgkirchner Kommunalpolitiker und Geschäftsmann Franz Wallner ist verstorben.
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Burgkirchen - Der Kommunalpolitiker und Geschäftsmann Franz Wallner ist am Dienstag verstorben. Bürgermeister Johann Krichenbauer hat mit Bestürzung reagiert.

Der Kommunalpolitiker und Geschäftsmann Franz Wallner ist tot. Wallner hatte sich vor allem als Kommunalpolitiker über die Grenzen der Gemeinde hinaus einen Namen gemacht. 2008 und 2012 hatte er sich um das Amt des Ersten Bürgermeister beworben, 2012 unterlag er denkbar knapp dem jetzigen Bürgermeister Johann Krichenbauer in einer Stichwahl. Krichenbauer siegte damals mit knapp 53 Prozent der Stimmen.

Gleich nach der Wahl erklärte Wallner seinen Rückzug aus der Politik. Dennoch war im Vorfeld der diesjährigen Kommunalwahl spekuliert worden, ob Wallner mit einer eigenen Liste antreten wird. Im Januar erklärte der Burgkirchner gegenüber dem Alt- Neuöttinger Anzeiger, auf eine eigene Liste zu verzichten. "Ich denke, in der Kürze seiner Amtszeit hat er bereits mehrmals bewiesen, dass die Gemeinde bei ihm in guten Händen ist", lobte Wallner damals gegenüber der Zeitung seinen ehemaligen Konkurrenten Krichenbauer.

"Ihm gilt großer Dank und Respekt"

Den Bürgermeister hat die traurige Nachricht am späten Dienstagnachmittag erreicht. "Ich war schockiert und einfach niedergeschlagen. Diese Nachricht war für mich einfach unvorstellbar", so der Bürgermeister. Krichenbauer kannte Wallner seit 1985, erst am Samstag hatten beide die Veranstaltung Faschingsbrettl in Burgkirchen besucht. Wie der Bürgermeister erzählt, haben sie sich dabei mehrfach unterhalten. Die Nachricht von Wallners Tod erreichte Krichenbauer drei Tage später aus heiterem Himmel. "Ich habe es gar nicht glauben können. Ich bin immer noch tief getroffen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen."

Franz Wallner (rechts) mit Bürgermeister Johann Krichenbauer bei der Bürgermeisterwahl 2012.

Krichenbauer betont, welch bedeutenden Menschen die Gemeinde mit Franz Wallner verliert. "Die Gemeinde verliert jemanden, der sich sehr in die Gemeinschaft eingebracht hat. Ich persönlich verliere jemanden, den ich sehr geachtet habe, sehr respektiert, sehr geschätzt habe", so der Bürgermeister. Die Namen Krichenbauer und Wallner sind wohl untrennbar mit der Bürgermeisterwahl 2012 verbunden. Der Bürgermeister blickt gerne auf diese Zeit zurück und lobt den fairen Umgang miteinander während des Wahlkampfs. Wallner sei zwar jemand gewesen, der polarisiert habe. Andererseits habe er sich aber sehr in die Gemeinschaft eingebracht, etwa als Gemeinderat von 1990 bis 2002 oder als Abteilungsleiter beim SV Gendorf. "Ihm gilt wirklich großer Dank und Respekt für das, was er geleistet hat", so Krichenbauer.

Neben seinem Engagement im Gemeindeleben hat sich Franz Wallner als Geschäftsmann einen Namen gemacht. Der gelernte Bankkaufmann war fünf Jahre lang Filialleiter der Kreissparkasse in Hirten und leitete ab 1992 die Geschäfte der der Bayerischen Vermögens- und Immobilienberatung. Ab 2001 arbeitete Wallner als selbstständiger Finanzberater. Zuletzt war der Burgkirchner für ein Altöttinger Unternehmen tätig, das sich auf Stromspeichersysteme spezialisiert hat.

Franz Wallner wurde am Dienstag gegen 14.20 Uhr zwischen Burgkirchen und Pirach von einer in Richtung Burghausen fahrenden Regionalbahn erfasst und getötet. Die Polizei geht weder von einem Unfall noch von Fremdverschulden aus. Der Burgkirchener wurde 51 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei erwachsene Töchter.

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