Es geht um die Ausbildung der eigenen Leute

InfraServ Gendorf: Neues Technikum für 7.000.000 Euro

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Neues Technikum für den Chemiepark Gendorf: Es geht um die Ausbildung der eigenen Leute
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Burgkirchen: Von dem neuen Technikum an der Bildungsakademie Inn-Salzach (bit) verspricht sich die InfraServ in erster Linie mehr Qualität in der Ausbildung eigener Mitarbeiter.

Eines gleich vorweg: Das geplante neue Technikum der Bildungsakademie Inn-Salzach (bit) hat entgegen erster Medienberichte nichts mit dem Campus Burghausen zu tun. Rund sieben Millionen will die Trägerin InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG erst einmal und hauptsächlich für die Ausbildung der eigenen Leute investieren. Der Grund: Es besteht offenbar dringender Bedarf. Am Montagmittag haben die Verantwortlichen mit zuvorderst dem InfraServ Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer in einem Pressegespräch über die ihre Pläne informiert.

Der Status Quo:

Das Technikum ist für die Auszubildenden in den Chemie-Berufen da. An Miniaturanlagen sollen sie – vereinfacht gesagt – in der Praxis lernen, was sie später im Beruf nur noch an Computerarbeitsplätzen betreuen werden: Hier kann man sehen, was bei den einzelnen Prozessen passiert. Die wichtigen Stellen in einem Produktionsablauf sind nämlich aus Glas.

Derzeit sei das bestehende Technikum an 47 Kalenderwochen im Jahr im Rahmen des Lehrbetriebes mit drei Gruppen á 15 Azubis in Betrieb, so Jochen Volbracht, Leiter der bit. Optimal wären aber 30 Azubis und maximal sollten offenbar 45 möglich sein. Mit 300qm Fläche in einem Gebäude aus dem Jahr 1972 sei nun ein hoher Grad an Modernisierungs- und Optimierungsbedarf erreicht.

InfraServ: Es geht um die Ausbildung der eigenen Leute

Insbesondere Theorie und Praxis sollten getrennt werden“, so die Vorstellung der Planer des neuen Technikums. Im Moment findet beides nebeneinander in einer Halle statt. Man muss sich das vorstellen wie einen Chemiesaal in der Schule, nur dass beim bit beides gleichzeitig stattfinden sollte: Der Lehrer zeigt etwas und die Schüler sollen ihre eigenen Versuche machen. So stehen aktuell noch Azubis sowohl an den Miniaturanlagen, wie sie auch inmitten der kleinen Halle sitzen und die Theorie pauken.

Fest stehe, dass eine Sanierung des alten Technikums bei vollem Betrieb nicht möglich sei, so Volbracht. Einzig und allein ein Neubau, welcher den aktuellen Anforderungen betrifft und gleichzeitig Raum für Erweiterungen lässt, sei der Schlüssel zum Erfolg.

Der Ausblick:

  • 740 qm soll das neue Technikum haben 
  • und maximal 54 Azubis können hier pro Jahr lernen, worauf es ankommt 
  • und eine klare Trennung von Theorie und Praxis ist laut Plan gewährleistet.

2018 soll der Bau beginnen, 2019 soll das neue Technikum der bit fertig sein. Grundsätzlich könne man damit auch dem Campus Burghausen offen gegenüber treten und nötige Praktika-Plätze für Studierende anbieten, so Dr. Bernhard Langhammer am Montagmittag. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem geplanten Neubau des Technikums der bit und dem Campus Burghausen bestehe aber nicht. Es sei Zufall, dass beide Bestrebungen derart zeitlich aufeinander treffen.

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