Drei neue Gleise entstehen

Gleiserweiterung am Chemiepark: Schienenverlegung erfolgt planmäßig

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Gleiserweiterung am Chemiepark.

Burgkirchen – Drei neue Gleise entstehen im Norden des Chemieparks GENDORF. Vergangenen August starteten die Bauarbeiten für das Mammut-Infrastrukturprojekt. Nun wurden für die Schienen für die neuen Gleise verlegt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Um die wachsenden Produktionsmenge im Chemiepark logistisch bewältigen zu können, erweitert Standortbetreiber InfraServ Gendorf (ISG) die Gleisinfrastruktur. Insgesamt drei neue Bereitstellungsgleise mit zusammen 1300 Meter Nutzlänge ermöglichen in Zukunft, mehr Güter per Bahn zu transportieren. „Wir investieren bewusst in einen Ausbau unserer Gleisinfrastruktur, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagern zu können. Das erhöht zum einen die Sicherheit beim Transport und ist zum anderen schonender für die Umwelt“, sagt Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf. 

Planmäßig wurden Ende Februar die Schienen verlegt. Keine „leichte“ Angelegenheit, denn die einzelnen Schienenteile haben ein Gewicht von knapp 6,5 Tonnen. Als Fundament für die neuen Gleise wurde zuerst ein Kiesbett aufgeschüttet, auf dem die Schwellen verlegt wurden. Anschließend konnten zwei Kräne die 120 Meter langen Schienenstränge in die Schwellen einheben. Auch organisatorisch handelt es sich bei der Verlegung um Feinarbeit: sie fand bei laufendem Zugverkehr auf den direkt angrenzenden Gleisen statt. Die Sicherheit stand dabei immer im Vordergrund. „Wir müssen die Bauarbeiten immer ganz genau mit der Bahnlogistik abstimmen", beschreibt ISG-Bauprojektleiter Helmut Schmid die Herausforderungen beim Gleisbau im laufenden Betrieb. Um kein Risiko für die Baumannschaft oder die Züge einzugehen, wurde eng mit dem Stellwerk in Mühldorf zusammengearbeitet. Mit der Gleisverlegung ist ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur geplanten Inbetriebnahme Mitte des Jahres geschafft. Bis die neuen Gleise an das bestehende Schienennetz angeschlossen werden können, wird es allerdings noch dauern. Unter anderem werden in den nächsten Monaten etwa Weichen verlegt und die neuen Gleise mit den alten verbunden. 


Umfangreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen 

Das Bauvorhaben wird sowohl arten- als auch bodenschutzrechtlich über den gesamten Verlauf begleitet. In einem ökologischen Begleitplan sind zahlreiche Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz festgelegt. Um etwa zukünftig den Wald besser vor Sturmschäden zu schützen, wurde ein gestufter, kleinstrukturierter Waldrandbereich angebaut. Der bietet zudem Insekten und gefährdeten Reptilien wie der Zauneidechse und der Schlingnatter Lebensraum. Bei dem angrenzenden Wald handelt es sich um einen Bannwald, der unter besonderem Schutz steht. Ökologische Ausgleichsflächen, die laut Vorgaben direkt an den bestehenden Bannwald angrenzen müssen, sind bereits gefunden und aufgeforstet.

Pressemeldung der InfraServ Gendorf

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