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Ehemaliger „Mexikaner“

Unklare Zukunft der Gastronomie im Bürgerzentrum Burgkirchen: Jetzt gibt es endlich einen Plan

Das Restaurant in der Ortsmitte von Burgkirchen soll zukünftig in Eigenregie von der Gemeinde genutzt werden
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Steht seit November 2021 leer: Der ehemalige „Mexikaner“, das Restaurant in der Ortsmitte, in Burgkirchen.

Seit November 2021 ist das frühere mexikanische Restaurant in Burgkirchen geschlossen. Viele Bürger fragten sich oft, wie und wann es weitergeht. Der Gemeinderat zog sogar eine Umnutzung in Betracht. Das ist vom Tisch. Seit Mittwoch ist klar: Es wird dort wieder eine Gastronomie geben.

Burgkirchen - Das Thema zog sich in den vergangenen Monaten wie ein Kaugummi in die Länge. Was passiert mit dem früheren „Mexikaner“ im Ortszentrum von Burgkirchen? Auch periodische Nachfragen von innsalzach24.de bei Gemeinde-Geschäftsleiter Alexander Olbort gingen ins Leere. Nun kommt endlich Bewegung in die Sache. Bei der Gemeinderats-Sitzung am Mittwoch (22. Juni) wurde beschlossen, dass Burgkirchen die Gastronomie in Eigenregie betreiben will. Der einfache Grund: „Es wurde in den vergangenen Monaten kein neuer Pächter gefunden. Und alle bisherigen Pächter scheiterten seit 2005 in schöner Regelmäßigkeit an den Dimensionen des Betriebs“, so Alexander Olbort.

Nebenkosten waren für frühere Pächter in Burgkirchen zu hoch

Das bedeutet, dass wegen hoher Nebenkosten und tendenziell zu großer Räumlichkeiten - und zu geringen Verkaufszahlen von Speisen und Getränken auf der anderen Seite - zu wenig Gewinn in der Bilanz ausgewiesen werden konnte. Auch der letzte Pächter des „Mexikaners“ - eine aus Rumänien stammende Familie - musste wegen dieser Bedingungen das Handtuch werfen. Die Beschränkungen der Corona-Pandemie seit Februar 2020 taten ein Übriges.

Räumlichkeiten müssen nicht umfangreich renoviert werden

Alexander Olbort von der Gemeinde Burgkirchen bestätigt gegenüber innsalzach24.de, „dass Küche, Technik und Bestuhlung des Restaurants gut in Schuss sind.“ Alle notwendigen Reparaturen sind seit der Eröffnung des Bürgerzentrums am 5. Mai 2005 durchgeführt worden. In der groß angelegten Andien-Küche (Anrichte) des Restaurants können bis zu 500 Essen gleichzeitig ausgegeben werden. Lediglich die „Optik des Mexikaners wird verschwinden bzw. verändert, sobald wir Richtung Neueröffnung schreiten“, so Olbort.

Olbort: „Trotz allem liegt uns das Bürgerzentrum sehr am Herzen. Daher hat der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass wir einen großen Gastronomiebetrieb in Burgkirchen erhalten wollen und müssen. Das wünscht sich auch die Bevölkerung.“ Eine komplette Umnutzung oder eine dauerhafte Schließung wollte niemand ernsthaft in Erwägung ziehen. Die Gemeinde will Besuchern des Ortes dieses Angebot machen und auch den Vereinen in der Gemeinde die Räumlichkeiten einer Gaststätte mit Bewirtung anbieten. Was dazu noch fehlt, ist ein Betriebsleiter, der gemeinsam mit der Arbeitsgruppe des Gemeinderats ein Gastronomie-Konzept erstellt. Daher gibt es noch keinen Zeitplan für die Umsetzung der Pläne und die Wiedereröffnung.

Neuer Betriebsleiter soll nach DEHOGA-Empfehlungen bezahlt werden

„Der Betriebsleiter wird bei der Gemeinde angestellt, genauso wie das ebenfalls gesuchte Personal“, erklärt Olbort. Allerdings greift hier nicht der Tarifvertag des Öffentlichen Dienstes (TvÖD). Aber der Geschäftsleiter verspricht, dass „wir uns beim Gehalt an den Empfehlungen der DEHOGA orientieren.“ Wenn das Team einmal zusammengestellt ist und ein Gastro-Konzept präsentiert werden kann, muss der Gemeinderat diesem nochmals gesondert zustimmen.

Alexander Olbort: „Das Bürgerzentrum und die Gastronomie sind ein wichtiger Punkt in der Ortsmitte. Wir als Gemeinde sehen uns hier gesellschaftspolitisch in der Verantwortung und probieren deshalb die Variante Regiebetrieb aus. Das bedeutet im Gegenzug nicht automatisch, dass mit Gewinn erfolgreich arbeiten können.“ Damit kalkuliert er das Überwinden wirtschaftlich schwieriger Phasen ein, „da die Kosten des Restaurants über den Gemeinde-Haushalt abgerechnet“ werden. Gleichzeitig sollen aber gerade durch eine federführende Nutzung durch die öffentliche Hand „neue Geschäftsfelder wie Veranstaltungen oder Catering im größeren Rahmen“ erschlossen werden.

-rok-

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