Polizei nimmt 19-jährigen Tatverdächtigen fest

Vorgetäuschter Notruf löst Großeinsatz in Burgkirchen aus

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Burgkirchen an der Alz - Am Mittwochmittag wurden der Polizei im Ortszentrum Schüsse gemeldet. Nach gut einer Stunde konnte Entwarnung geben werden. 

UPDATE, 16 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am 10. Januar, gegen 10.40 Uhr, wurde der ILS Traunstein ein Schusswaffengebrauch in der Ortsmitte von Burgkirchen hinter einem Einkaufsmarkt mitgeteilt. Es hätte zwei Verletzte durch Schusswaffen gegeben. Ebenso sei es zu Messerstichen gekommen. 

Über die Polizeieinsatzzentrale Rosenheim wurde die Polizeiinspektion Burghausen als örtlich zuständige Dienststelle verständigt. Von hier wurde in Zusammenarbeit mit der Polizeieinsatzzentrale der in solchen Fällen vorgesehene Einsatzplan ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit trafen in Burgkirchen über 20 Polizeieinsatzfahrzeuge aus Burghausen und den umliegenden Polizeidienststellen ein. 

Ebenso vor Ort waren Rettungsfahrzeuge aus Altötting und Burghausen. Am angegebenen Tatort konnten jedoch keinerlei Feststellungen hinsichtlich der angeblichen Tat gemacht werden. Befragte Passanten hatten ebenfalls nichts bemerkt. 

Aus diesem Grund - ein Gewaltverbrechen ließ sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausschließen - wurde das Ortsgebiet Burgkirchen und Gendorf mit starken Polizeikräften abgesucht, mit negativem Ergebnis. Gegen 12 Uhr konnte zumindest hinsichtlich der vermeintlichen Schießerei in Burgkirchen Entwarnung gegeben werden. 

Im Hintergrund liefen die polizeilichen Ermittlungen jedoch intensiv weiter. Diese führten um 13 Uhr zum Erfolg und zur Festnahme eines dringend Tatverdächtigen durch Beamte der Polizei Burghausen. 

Auslöser für den fingierten Anruf dürften gesundheitliche Probleme des Täters, eines 19-jährigen aus Burgkirchen, gewesen sein. Von den zuständigen Behörden wurde die Unterbringung in einer Fachklinik angeordnet. Außerdem erwartet ihn nun ein Strafverfahren unter anderem wegen Notrufmissbrauch und Vortäuschen einer Straftat.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Burghausen

Erstmeldung:

Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gegenüber innsalzsach24.de erklärte, wurden 20 Streifenwägen nach Burgkirchen an der Alz geschickt, nachdem eine bislang noch unbekannte Person Schüsse gemeldet hatte. 

Eine Stunde lang sollen die Beamten das Gebiet weiträumig durchsucht haben, bevor der Einsatz abgebrochen wurde. 

Wer den Fehlalarm auslöste ist unklar. Eine ausführliche Pressemitteilung der Polizei folgt. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Stefan Puchne

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