Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Extremismus

25 Festnahmen bei Razzia in Reichsbürgerszene

25 Festnahmen bei Razzia in Reichsbürgerszene

130 interessierte Bürger in Marktl und Mehring

Betreiber informiert über 380KV-Leitung – Nicht alle sind zufrieden

210924_A042_BL_M96_DSC_1710.jpg
+
Künftig soll zwischen den Umspannwerken in Pleinting bei Vilshofen und Pirach bei Burgkirchen eine Spannung von 380KV anliegen, wodurch mehr Strom transportiert werden könnte.

Erneut interessierten sich letzte Woche mehr als 130 Bürger für die neue Hochspannungsleitung. Neben Anschauungsmaterial, das den technischen Unterschied zwischen der 70 Jahre alten 240KV-Trasse und der geplanten Hochspannungsleitung aufzeigte, konnten Interessierte in Marktl und Mehring auch an Touch-Monitoren das Kartenmaterial zum aktuellen Stand im Raumordnungsverfahren einsehen und weitere Details zu einzelnen Maststandorten erfahren. Nicht alle sind mit den Planungen zufrieden.

Landkreis Altötting – Größtes Interesse galt auch auf den beiden jüngsten Informationsveranstaltungen des bayerischen Netzbetreibers dem Abschnitt zwischen Pirach und Tann. Der 27 Kilometer lange Planungsabschnitt verläuft großteils durch den Landkreis Altötting. Zunächst vom niederbayerischen Tann aus durch das Holzland nach Süden, soll die neue Hochspannungsleitung westlich des Marktler Badesees den Inn überqueren und anschließend entlang der B20 durch den Burghauser Forst führen. Ab der Verkehrsknoten bei Burghausen soll die Stromtrasse, ähnlich der geplanten Ortsumfahrung von Burghausen, bei Lengthal westlich am Hechenberg vorbei und dann auf dem kürzesten Weg zum Umspannwerk nach Pirach gebaut werden.

Seitdem die Regierung von Oberbayern Ende Juli ihre landesplanerische Beurteilung dieses voraussichtlichen Trassenverlaufs abgeschlossen hat, und grundsätzlich grünes Licht gegeben hat, gab es schon mehrere solcher Veranstaltungen des Netzbetreibers. „Das Interesse ist ungebrochen hoch“, bestätigt Daniela Schwerdfeger von Tennet. Laut der Betreiberfirma geht es für viele Interessierte darum, wo für die neue Hochspannungsleitung Waldschneisen geschlagen werden können, wie weit die Kabel von den Wohnhäusern entfernt sind und wie hoch die Masten sein werden. Denn zum jetzigen Zeitpunkt stehen die idealen Maststandorte schon exakt fest.

Mit den Eigentümern, über deren Grundstücke die neue Hochspannungsleitung konkret führen soll, sucht das Projektteam das persönliche Gespräch: „Bisher haben von den 43 Betroffenen im Planungsabschnitt 39 die Möglichkeit genutzt“, erklärt die Kommunikationsverantwortliche von Tennet. Aus diesen Gesprächen ergaben sich auch wertvolle Hinweise für die weitere Genehmigungsplanung des Projektteams. Die Grundstückseigentümer erhielten im Gegenzug genaue Details zu der Trassierung und wurden auch über die Umweltaspekte der Hochspannungsleitung informiert. Ebenso ging es dabei um die Dienstbarkeiten, also Verpflichtungen gegenüber dem Maststandort, die ein betroffener Grundstückseigentümer künftig haben wird.

Gespräche mit der Gemeinde Marktl und den dortigen Eigentümern haben beispielsweise südlich des Inn dazu geführt, dass im Bereich westlich der Alzmündung derzeit noch zwei Trassenvarianten geprüft werden. Beim Infomarkt in Marktl waren es mit rund 80 Interessierten in der vergangenen Woche auch geringfügig mehr Bürger, als in Mehring mit 55 Besuchern. Fest steht, dass viele von ihnen noch keinen Frieden mit der geplanten Trasse gefunden haben. Sie wollten daher bei den Infoveranstaltungen etwas über ihre Beteiligungsmöglichkeiten im geplanten Planfeststellungsverfahren wissen.

Nicht wenige brachten ihre persönliche Betroffenheit von dem Projekt zum Ausdruck und forderten eine bessere Abwägung zwischen den Schutzgütern Natur und Mensch. Tennet verwies darauf, dass die Kapazitäten des aktuellen Leitungsnetzes ausgeschöpft sind und es nicht nur darum geht, den im Norden produzierten Windstrom zu Pumpspeicherwerken in Österreich zu bringen. Sondern auch darum, dass die energieintensiven chemischen Prozesse im ChemDelta mehr Ausfallsicherheit brauchen. Mit Blick auf die Ideen zum grünen Wasserstoff in der Region ist generell mit einem deutlich höherer Strombedarf zu rechnen.

pbj

Kommentare