70-jähriges Jubiläum des Ethox-Betriebs

+
Der Ethox-Betrieb feiert Jubiläum und blickt auf die Produktion von 5 Millionen Oxalkylaten zurück

Burgkirchen - Am 30. Juli gab es beim Ethox-Betrieb der Clariant am Standort Gendorf Anlass zum Feiern. Nach 70 Jahren blickt der Betrieb auf eine Erfolgsstory zurück:

Seit der Aufnahme des Ethoxylierungsbetriebs (Ethox-Betrieb) im Jahr 1944, zunächst in zwei kleinen Reaktionskesseln, kennt der Ethox-Betrieb und seine Produktion nur eine Richtung: nach oben. Jetzt konnte Clariant ein Jubiläum der besonderen Art begehen: Das 70-jährige Bestehen des Ethox-Betriebes und zusätzlich die fünfmillionste Produktionstonne Oxalkylate wurden gefeiert. Clariant Standortleiter Dr. Peter Blickle sowie Ethox-Betriebsleiter Dr. Reinhard Vybiral luden deshalb ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu zwei kleinen Betriebsveranstaltungen ein, um diese Erfolgsstory zu würdigen.

Von der Notlösung zur Erfolgsstory 

Betriebsleiter Dr. Vybiral skizzierte in seiner Rede die spannende Geschichte von der Gründung des Ethox-Betriebes bis hin zum heutigen Mengenrekord und Stellenwert der Produktion von Oxalkylaten bei der Clariant. Während in der Anfangszeit wegen des aufwändigen Herstellungsprozesses von Ethylenoxid nur kleine Mengen an Oxalkylaten hergestellt wurden, konnten vor allem ab 1960 durch Verfahrensumstellungen sowie durch „die Kompetenz, aber auch der gehörigen Portion Hartnäckigkeit“ von Mitarbeitern überproportionale Mengensteigerungsraten in einem stark dynamischen Wachstumsmarkt erzielt werden. Die erste Million an Produkten erreichte der Betrieb schließlich 1983 und bereits zwanzig Jahre später wurde die drei Millionen-Tonnen-Marke geknackt. Schließlich hat sich die Jahresproduktion in den letzten zehn Jahren weiter verdoppelt, so dass jetzt die Herstellung von insgesamt fünf Millionen Tonnen Oxalkylaten gefeiert werden kann. Heute umfasst die Produktpalette des Ethox-Betriebes inklusive Zwischenstufen etwa 800 unterschiedliche Produkte, darunter neben Hilfs- und Wirkstoffen für die Herstellung von Kosmetika oder Pharmazeutika auch Produkte für die Baustoff-, Farben- und Pflanzenschutzindustrie sowie Rohstoffe für die Wasch- und Reinigungsmittelherstellung. „Die Anwendungen reichen von A wie Abführmittel bis Z wie Zäpfchen“, beschreibt Dr. Vybiral in seiner Rede schmunzelnd und betont: „Bei vielen Produkten gehören wir heute in Europa zu den ganz Großen, bei einigen sind wir sogar Weltmarktführer.“ Auch innerhalb des Clariant-Konzerns werde die Flexibilität des Ethox-Betriebs geschätzt. „Es gibt kaum einen Rohstoff, den wir hier in Gendorf nicht oxalkylieren können, so dass wir letztlich angefangen von einfachen Fettalkoholoxalkylaten bis hin zu hochreinen Polyethylenglykolen alles produzieren, was der Markt fordert.“

Investitionen als Mittel zum Wachstum 

Auch in den nächsten Jahren soll sich der Wachstumstrend fortsetzen. Ermöglicht wird dies durch diverse Investitionen vor allem in den letzten Jahren. So wurden unter erheblichem finanziellen Aufwand Produktionskapazitäten der Ethox-Kessel erweitert, sowie Tankläger zur Lagerung von Fertigprodukten gebaut. Hierfür dankte Vybiral auch dem Clariant-Management, das selbst unter schwierigen finanziellen Randbedingungen und auch im Schatten der angeschlagenen Weltwirtschaft die Belange des Ethox-Betriebs immer vertreten hat.

Anerkennung durch das Management

Clariant Standortleiter Dr. Peter Blickle wies in seiner Rede darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen aufgrund der deutlich geringeren Ethylenkosten in Nordamerika für europäische Ethoxylate verschärfen. Grund hierfür sei die günstige Rohstofferzeugung auf Basis von Schiefergas in den USA. Allerdings blickte er angesichts der motivierten Mannschaft mit Zuversicht in die Zukunft und dankte den Mitarbeitern für das große Engagement. Auch Dr. Bert-Willi Portz, Head of Global Operations und Dr. Michael Riedel, Head of RBL EMEA gratulierten dem gesamten Ethox-Team zu der herausragenden Leistung. Dr. Riedel: „Die Veredelung von Ethylenoxid ist eine Kernkompetenz, aber letztlich stellen Sie als Mitarbeiter die eigentliche Kernkompetenz dar.“ Und Dr. Portz ermunterte: „Machen Sie so weiter – mit vielen Ideen, hoher Qualität und Zuverlässigkeit. Dann blicken wir in eine gute Zukunft.“ Ihren Abschluss fand die gelungene Veranstaltung mit einem gemeinsamen Abendessen, einem Auftritt der „Goaßlschnalzer“ des Trachtenvereins Edelweiß Burgkirchen und einer gelungenen Aufführung durch die Mitarbeiter. Musikalisch untermalt wurde der unterhaltsame bayerische Abend durch die St. Martinsbläser aus Halsbach.

Pressemeldung InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG

Zurück zur Übersicht: Burgkirchen an der Alz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser