Breitbandausbau

Garching: Vorerst bleiben weiße Flecken

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Garching an der Alz - Die Gemeinde hat die Erschließungsgebiete für den Breitbandausbau festgelegt. Im ländlichen Bereich ist eine Abdeckung zu hundert Prozent nicht möglich.

Garching hat einen wichtigen Schritt beim Breitbandausbau gemacht. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend die Erschließungsgebiete für den Ausbau im Rahmen des Förderprogramm festgelegt. Garching erhält zwar eine stattliche Fördersumme, eine volle Abdeckung des Gemeindegebiets mit schnellem Internet ist dennoch nicht möglich.

In der Ortschaft Garching selbst und in Hart gibt es - zumindest zu einem großen Teil - bereits jetzt eine vergleichsweise schnelle Verbindung. Im ländlicheren Gemeindegebiet sieht es jedoch anders aus. Dort müssen sich die Bürger mit geringen Bandbreiten zufrieden geben - bis jetzt. Die Anbieter wollen dort zwar nicht eigenwirtschaftlich tätig werden, das hat die obligatorische Markterkundung ergeben. Die Gemeinde wird aber selbst aktiv. Inklusive Fördergelder stehen Garching 1,05 Millionen Euro für den Ausbau zur Verfügung.

Wirtschaftlich vernünftiger Ausbau nicht überall möglich

"Wir haben gestern in der Gemeinderatssitzung die Bereiche festgelegt, wo wir ausbauen können und auch wollen", erklärt Ernst Weinberger, Geschäftsleiter der Gemeinde gegenüber innsalzach24.de. Überwiegend gehe es dabei um Randbereiche des Ortes. Um welche Gebiete es sich genau handelt, wird die Gemeinde in rund zwei Wochen bekanntmachen. Jetzt werde das entsprechende Kartenmaterial zusammengestellt, so Weinberger. Eines ist aber jetzt schon klar: "Mit den Fördermitteln, die uns zur Verfügung stehen, werden wir keine hundertprozentige Abdeckung erreichen können."

Wie Weinberger erklärt, würden die Bereiche ausgebaut, wo möglichst viele Kunden davon profitieren können. "Es wird im ländlichen Bereich definitiv weiße Flecken geben, die mit vernünftigen wirtschaftlichen Mitteln nicht ausbaufähig sind." Langfristig muss aber wohl kein Garchinger auf schnelles Internet verzichtet. "Wir haben in diesen Bereichen eine recht gute LTE-Versorgung", sagt Weinberger. Wer in einem Gebiet wohnt, wo nicht ausgebaut wird, kann also auf eine schnelle Internetverbindung über LTE hoffen.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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