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Straßenbauamt muss sich rechtfertigen

B20-Ausbau erst in 15 Jahren? Heftige Kritik sogar von Ökoliste

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8500 Fahrzeuge passieren die B20 auf Höhe des Leitgeringer Sees jeden Tag. Mehr als bei Fridolfing (6000), aber deutlicher weniger als in Laufen (11.000), Hammerau (16.000) oder an der A8 bei Piding (31.000). Ein großer Ausbau wird wohl noch viele Jahre dauern.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Tittmoning - Die kaputte B20 nördlich von Tittmoning wird wieder nur saniert, der große Ausbau könnte noch viele Jahre dauern - heftige Kritik ans Straßenbauamt kommt deshalb sogar von der Ökoliste.

Eigentlich sind es meist die grünen Fraktionen, die skeptisch sind, wenn Bundesstraßen noch breiter werden - von einem befürchteten "autobahnähnlichen Ausbau" ist dann oft die Rede. Anders aber bei der B20 nördlich von Tittmoning: Hier entpuppte sich Ökolisten-Stadtrat Robert Lex am Dienstag sogar als Wortführer derjenigen, die den Bundesstraßen-Ausbau vorantreiben wollen

Harsche Kritik am Staatlichen Bauamt

Ökolisten-Stadtrat Robert Lex.

"Mir gefällt es überhaupt nicht, dass hier zehn oder 15 Jahre nichts passieren wird, außer den Straßenbelag zu erneuern. Das sollte viel zügiger umgesetzt werden. Nicht mal am Balkan gibt's so schlechte Bundesstraßen wie das Stück der B20", meldete sich Lex als erster zu Wort und hakte immer wieder nach, als sich Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt dem Stadtrat stellte: "Auch wenn es dann mehr Verkehr werden sollte, aber einer Bundesstraße ist das nicht mehr würdig." Auch FW-Stadträtin Maria Kellner setzt nach: "Ich habe die Befürchtung, dass der Ausbau dann wieder geschoben wird, eben weil die Straße heuer saniert wird."

Schon 1993 gab es einen Vorentwurf des Staatlichen Bauamts, die drei Kilometer der Bundesstraße nördlich des Leitgeringer Sees auszubauen: "Bis vor zwei oder drei Jahren fehlte aber einfach das Geld", erklärte sich Bambach. Außerdem seien die Grundstücksverhandlungen schwierig, Genehmigungsverfahren aufwändiger geworden und Planänderungen bei anderen großen Straßenbauprojekten hätten die Behörde zusätzlich aufgehalten. Jetzt rechnet Bambach mit einem "realistischen" Baubeginn in zehn Jahren.

Was beim späteren B20-Ausbau geplant ist

Martin Bambach vom Straßenbauamt

Nördlich von Tittmoning ist die B20 kurvig, eng, marode und ohne Geh- und Radweg. Die Trasse der Bundesstraße vor und nach Ranharting soll deshalb verlegt und begradigt werden. Außerdem soll die Bundesstraße auf den drei Kilometern insgesamt dreispurig werden, um mehr Überholmöglichkeiten zu schaffen und an der Kreuzung beim "Seewirt" soll ein Kreisverkehr entstehen. Weil die Straße "so lange nicht mehr hält", bis es zum Ausbau kommt, wie auch Bambach selbst sagt, wird die B20 zwischen Tittmoning und Burghausen im Juni und Juli für sechs Wochen gesperrt und neu asphaltiert

Die B20 hat für das Staatliche Bauamt zentrale Bedeutung: Sie ist die wichtigste Verbindung zwischen den Autobahnen A94 und A8 - deshalb stehen momentan auch die Umfahrungen von Burghausen, Laufen oder Hammerau auf dem Programm. Während es nördlich von Tittmoning aber "nur" 8500 Fahrzeuge täglich auf der Bundesstraße sind, werden in Laufen täglich rund 11.000 Fahrzeuge gezählt, in Hammerau schon 16.000 und auf Höhe der A8 31.000: "Der Schnitt einer deutschen Bundesstraße liegt dagegen bei 8500 Fahrzeugen täglich", so Bambach. 

xe

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