Wohnraum gegen Lebensraum

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Burghausen - Eine Grünfläche von rund 5000 Quadratmetern an der Wackerstraße in Burghausen könnte bebaut werden, aber nicht, wenn es nach den Anwohnern geht. Heute entscheidet der Stadtrat.

"Wir finden, dass Burghausen eine außerordentlich attraktive Stadt ist und nicht nur wegen der kulturellen Angebote", erklärt Anwohner Norbert Winkhofer im InnSalzach24-Interview. "Die Verantwortlichen haben es geschafft, den Charakter der Stadt mit dem einer Umlandmetropole zu vereinen. Wir möchten, dass das so bleibt." Dafür brauche es aber eben genau diese Grünfläche, so Winkhofer. Sie könnte sogar zu einer Begegnungsstätte für jung und alt werden, wenn die Stadt investiere.

Bisher hat die Stadt in das Areal nicht investiert. Doch die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Burghausen steigt. Also hat die Stadt entsprechende Flächen gesucht. "Sieben bis acht Möglichkeiten haben wir ausgekundschaftet, wo wir sagen, da wär eine Bebauung möglich. Da ist unter anderem auch dieses Hauserbauergrundstück dabei", so Bürgermeister Hans Steindl gegenüber InnSalzach24.

Nicht nur die Kinder nutzen das Hauserbauerngrundstück zum Spielen. Auch die Senioren kommen gerne zur Erholung dorthin.

Ein erster Planungsentwurf ist gemacht und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Das rief die Anwohner auf den Plan, die mit einem Brief und rund 400 Unterschriften dem Bürgermeister ihre Bedenken nahelegten. Offenbar mit Erfolg. Denn in einer extra für die Anwohner einberufenen Informationsveranstaltung am Dienstag, den 29. November, 'präsentierte Steindl bereits eine abgespeckte Version des möglichen Bebauungsplans', teilte Anwohner-Vertreter Peter Puscha InnSalzach24 mit. Die von einem Städteplaner aus München vorgestellten verschiedenen Konzepte für das Hauserbauerngrundstück erschienen den Anwohnern demnach nicht für sinnvoll, solange es sieben weitere Möglichkeiten im Stadtgebiet gebe, um eine Wohnraumverdichtung durchzuführen.

Bereits vor der Veranstaltung hatte der Brügermeister InnSalzach24 zu verstehen gegeben, dass noch nichts entschieden sei. Das bestätigte er, nach Aussage von Puscha bei der Informationsveranstaltung: „Ich werde bei der nächsten Stadtratssitzung am 14. Dezember dem Stadtrat die Empfehlung geben, den Bebauungsplan in keiner Variante weiter zu verfolgen und dieses Vorhaben auf unbestimmte Zeit zu vertagen“, zitierte er Steindl.

Sowohl Stadtoberhaupt als auch Anwohner sprechen von einem offen, freundschaftlichen Dialog, der in diesem Fall für die Anwohner offenbar zum Erfolg geführt hat.

Heute können die Anwohner verfolgen, was der Stadtrat um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses entscheidet und ob das Hauserbauerngrundstück (vorerst) nicht bebaut wird.

cz

Rubriklistenbild: © Winkhofer

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