Sozialforum diskutiert hitzig über TTIP und Co.

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In Burghausen fand eine hitzige Diskussion über TTIP, CETA und Co. statt

Burghausen - Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten im Bürgersaal über die Freihandelsabkommen. Lesen Sie hier, wer CETA zustimmen würde:

Es fand eine hitzige Diskussion zum Thema TTIP im Bürgerhaus Burghausen statt. Veranstaltet wurde das Sozialforum vom KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung)-Kreisverband Altötting in Kooperation mit dem KAB Bildungswerk Passau e.V., dem DGB Kreisverband Altötting und dem ver.di Ortsverein Altötting-Mühldorf.

Debatte mit MdB Mayer und MdL Knoblauch

Das Jahresthema der KAB heißt „gut wirtschaften“. Unter diesem Motto stand der Diskussionsabend zum Thema TTIP, CETA, TISA. KAB-Diözesansekretär Andreas Wachter begrüßte die Teilnehmer und die zahlreichen Gäste im voll besetzten Bürgersaal in Burghausen. Er stellte zu Beginn heraus, dass es bei den laufenden Handelsabkommen darum geht, Gewinn zu maximieren und Wirtschaftswachstum zu fördern. Die Gesellschaft und die Wirtschaft müssten wieder mehr den Mensch in den Mittelpunkt stellen. Der Papst kritisiere die derzeitige Wirtschaftsweise ebenso: „Diese Wirtschaft tötet.“

Angelika Görmiller, KAB-Diözesanvorsitzende moderierte die Diskussionsrunde. Auf dem Podium diskutierten: Norbert Flach als stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Michèle Forstmaier vom Verein mehr Demokratie Bayern, Günther Knoblauch, MdL von der SPD, Stephan Mayer, MdB von der CSU, Reinhard Retzer, ÖDP von der INNitiative gegen TTIP und Anton Steinberger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Burghausen.

Wer würde CETA zustimmen?

Es war eine sehr hitzige Diskussion. Die Komplexität des Themas und die unterschiedlichen Ansichten spannten einen großen Bogen. Am Ende gab es auch noch zahlreiche Fragen und Meinungen aus dem Publikum. Forderungen zur Beendigung der Verhandlungen und zum Abschluss kleinerer Abkommen wurden eingebracht. Bei der Schlussrunde stellten sich die Teilnehmer der Frage, ob sie dem bereits vorliegenden Handelsabkommen CETA zustimmen würden. Dies zeigte schon eine klare Tendenz. Mayer, Knoblauch und Steinberger würden mit Ja stimmen, die anderen drei mit Nein.

Angelika Görmiller endete mit einer Forderung der Bischöfe in der EU. Sie fordern eine Einigung bei den Verhandlungen auf eine nachhaltige Handels- und Wirtschaftsstrategie. Die TTIP – das Transatlantische Freihandelsabkommen – halte der EU einen Spiegel vor und zwinge europäische Bürger, sich mit ihrer eigenen Haltung in Europa und der Welt klar zu positionieren. Nicht nur die reinen Wirtschaftsfragen, sondern auch nachhaltiger Handel müsse eine Rolle spielen.

Pressemitteilung KAB-Kreisverband Altötting

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