Kripo Mühldorf ermittelt seit Monaten

Mehrere Festnahmen: Was steckt hinter den beiden Bränden auf dem Stammhamer Hof?

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Stammham - Zweimal innerhalb weniger Monate brannte ein Bauernhof in Stammham. Die entstandenen Schäden waren astronomisch, die Polizei vermutete Brandstiftung. Nun gibt es neue Erkenntnisse in dem Fall. 

In den Ermittlungen zu zwei Großbränden auf einem Vierseitenhof in Stammham gibt es neue Erkenntnisse. Seit Monaten ermittelt die Kriminalpolizei Mühldorf in dem Fall, nun gelang ihnen ein Durchbruch. Dass es sich bei der Brandursache in beiden Fällen um Brandstiftung handelt, wird schon länger vermutet. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, handelt es sich bei den Verursachern der Brände um die Besitzer des Hofes . Bereits vor einer Woche sei das Ehepaar festgenommen worden, kurze Zeit darauf habe man dann auch zwei Helfer verhaftet, die mit der Brandstiftung beauftragt worden waren.

Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärt Carolin Hohensinn, Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, dass von Seiten der Polizei keine Auskunft über die genaue Identität der Verdächtigen gegeben werden könne, da die Ermittlungen noch nicht endgültig abgeschlossen seien und es noch kein Gerichtsverfahren gebe. 

250.000 Euro Schaden bei erstem Brand

In einer Pressemeldung gibt das Präsidium aber einige Details zu den Ermittlungserfolgen der letzten Monate bekannt. Am 26. September 2018 kam es erstmals zu einem Brand einer Maschinenhalle auf dem Vierseitenhof. Dieser konnte durch das Eingreifen der Feuerwehren rasch gelöscht werden, bevor er auf das leerstehende benachbarte Wohnhaus übergreifen konnte. Der Sachschaden belief sich dennoch auf rund 250.000 Euro. 

Auch im Wohnhaus habe man Spuren gefunden, die darauf hinweisen, dass dort ebenfalls eine Brandstiftung geplant gewesen sei, wodurch sich der Verdacht erhärtete, dass auch das Feuer in der Halle mit Absicht gelegt wurde, so die Polizei. Kurz vor dem Brand sei ausserdem in den Hof eingebrochen worden, wobei mehrere Arbeitswerkzeuge abhanden kamen. 

Gestohlene Arbeitsgeräte bei Durchsuchung gefunden

Kurz darauf, am 8. Januar, brach dann der zweite Brand aus, diesmal im Wohnhaus. Da das Gebäude seit dem ersten Feuer im September nicht mehr am Stromnetz angeschlossen gewesen sei, vermutete man, dass auch hier vorsätzliche Brandlegung vorlag, so die Polizei im Pressebericht weiter. 

Dachstuhlbrand am Dienstagmorgen löst Großeinsatz aus

Alternative Spuren, die man überprüft habe, hätten sich nicht bestätigt. Im März habe man dann drei Männer und eine Frau festgenommen, gegen die der dringende Verdacht bestehe, untereinander "vereinbart" zu haben, den abrissfälligen Hof zu beseitigen. Zwei der Männer hätten sich darum kümmern sollen. Die Verdächtigen befinden sich aber laut Polizei inzwischen wieder auf freiem Fuß. 

Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden Teile der 2018 gestohlenen Arbeitsgeräte aufgefunden. Derzeit dauern die Ermittlungen der Mühldorfer Kripo an. 

jv mit Material der Pressemeldung Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

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