Landeswettbewerb Bayern: Jugend forscht

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München - Neunzehn bayerische Forscher gingen Ende März als Sieger des Landeswettbewerbs Jugend forscht hervor. Partner des Wettbewerbs: Die Wacker Chemie.

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Bevor die jugendlichen Wissenschaftler ihre Projekte auf dem Bundeswettbewerb Mitte Mai in Erfurt präsentieren, hat am Dienstag der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch MdL, stellvertretend für den Ministerpräsidenten Horst Seehofer, die Landessieger mit einem Empfang geehrt. Die Themen der Siegerprojekte reichen von der Aufbereitung von Biogärresten über den Bau eines autarken Zeppelins bis hin zu der Erforschung rätselhafter Himmelskörper. Dr. Wolfgang Heubisch zeigte sich beim heutigen Empfang der bayerischen Landessieger im Münchner Prinz-Carl-Palais von den Arbeiten beeindruckt: „Die Siegerinnen und Sieger haben mit ihren pfiffigen Ideen und ihrem Geschick, diese in die Tat umzusetzen, den Landessieg redlich verdient. Nicht nur für die bayerische Vertretung auf dem Bundeswettbewerb, sondern auch für die Arbeitswelt von morgen sind diese Jugendlichen ein großer Gewinn."

Auch Wacker-Vorstand Dr. Wilhelm Sittenthaler betonte den Stellenwert des Forschergeistes der Sieger für die Gesellschaft: „Junge Erfinder wie diese, die mit ihrem Forscherdrang die Aufgaben des Alltags in Angriff nehmen, können uns als Gesellschaft weiterbringen. Vielleicht werden sie nicht im Alleingang unser Energieproblem lösen oder den Hunger der Welt besiegen, aber sie haben ganz sicher die Chance, uns einen Schritt voranzubringen."

Für den Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2012 in Erfurt wünschten Dr. Wolfgang Heubisch und Dr. Wilhelm Sittenthaler den jungen Forschern aus Bayern viel Erfolg. Beim Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchsforscherwettbewerb werden sich die bayerischen Landessieger mit 168 Gewinnern aus anderen Bundesländern um den Sieg in sieben Fachgebieten bewerben (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik).

Die Sieger:

Insgesamt waren 98 Teilnehmer mit insgesamt 59 Forschungsprojekten angetreten.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Felix Löfflad (19) von der Europoles GmbH & Co. KG in Neumarkt und Martina Ochsenkühn (17) von der wodego GmbH in Neumarkt. Sie entwickelten ein neues Gerät zum Spannen der Drähte großer Metallmasten, das deutlich kleiner, handlicher und kostengünstiger ist als herkömmliche Spannpressen. Alexander Harjung (18) vom Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg untersuchte, ob sich sogenannte Kupplungsreaktionen mit Nickel anstelle von Palladium als Katalysator durchführen lassen. Er wurde Landessieger im Fachgebiet Chemie. Gleich zwei Projekte waren in der Biologie erfolgreich: Luzia Kilwing (18) vom König-Karlmann-Gymnasium in Altötting ging der Frage nach, ob sich magnetische Nanopartikel als eine Art „Nanotaxi“ eignen, um Medikamente durch die Blutbahn gezielt zu erkrankten Zellen oder Organen zu transportieren. Alexander Nieto (17) vom Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen analysierte mit einer selbstgebauten Apparatur verschiedene Phospholipide, die Hauptbestandteil aller Zellmembranen sind.

Fabian Kopel (17), Markus Hadwiger (17) und Robert Macsics (18) vom Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg errangen den 1. Preis in Geo- und Raumwissenschaften. Auf Fotoplatten aus den 1960er und 1970er Jahren fahndeten sie nach einmalig auftretenden Objekten, um auf diese Weise sogenannte veränderliche Sterne zu katalogisieren. Im selben Fach konnte auch Jan Christoph Preuß (17) vom Pestalozzi-Gymnasium in München die Jury überzeugen. Er programmierte eine Software, mit der sich die Daten von Quasaren, das sind weit entfernte Galaxiekerne, automatisch analysieren lassen. Welchen physikalischen Besonderheiten unterliegt der Flug einer Diskusscheibe? Dieser Frage widmete sich der Physik-Sieger Clemens Schmid (17) vom Katharinen-Gymnasium Ingolstadt. Ebenfalls Landessieger in diesem Fach wurde Florian Ettlinger (18) von der TU München. Er untersuchte, wie der Flettner-Rotor, ein alternativer Schiffsantrieb, bei niedriger Rotationsgeschwindigkeit die höchste Vortriebskraft erreicht.

Einen selbstständig fliegenden Zeppelin für Erkundungszwecke konstruierten die Technik-Landessieger Julian Spit (18), Simon Trieb (18) und Michael Günther (17) vom Joseph-Bernhart-Gymnasium in Türkheim. In diesem Fachgebiet erhielt auch Bernhard Dendorfer (17) vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Regensburg den 1. Preis für sein halbautonomes Transportfahrzeug für den Einsatz in schwerem Gelände. Mit der Gewinnwahrscheinlichkeit beim Glücksspiel befasste sich Matthias Paulsen (14) vom Gymnasium Miesbach auf Basis des sogenannten Ziegen-Problems. Er siegte in Mathematik/Informatik. Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Daniel Keller (18), Stefan Froschmeir (19) und Thomas Herrmann (18) vom Katharinen-Gymnasium Ingolstadt. Sie präsentierten eine chemisch-verfahrenstechnische Lösung, um Umweltbelastungen durch Rückstände aus der Biogasproduktion zu vermeiden.

Über Jugend forscht

Der Wettbewerb Jugend forscht ist der größte europäische Jugendwettbewerb für Naturwissenschaften und Technik, der besondere Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen fördert. Im Jahr 2012 findet der 1965 vom damaligen Stern-Chefredakteur Henri Nannen initiierte Wettbewerb, der von der Stiftung Jugend forscht e.V. veranstaltet wird, zum 47. Mal statt. Die Ausrichtung der Regional- und Landeswettbewerbe erfolgt zusammen mit Patenunternehmen. Informationen über den Bundeswettbewerb, der jährlich wechselnd von einem Patenunternehmen ausgerichtet wird, finden sich unter www.jugend-forscht.de.

Der Landeswettbewerb Jugend forscht Bayern fand von 26. bis 29. März 2012 im Deutschen Museum in München statt. Patenunternehmen war in diesem Jahr die Wacker Chemie AG. Weiterführende Informationen hierzu finden sich unter www.jugend-forscht.de.

Presseinformation jugend forscht

Rubriklistenbild: © dpa

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