Am Montagabend im Mehringer Gemeinderat

"Chemieregion und Ökoregion müssen Hand in Hand gehen": Ja oder Nein?

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Mehring – Der SPD-Ortsverein spricht sich klar für den Beitritt der Gemeinde zur Öko-Modellregion im Landkreis aus. Der Gemeinderat (CSU, Freie Wähler, SPD) sieht das in Summe anders. Am Montagabend soll die Entscheidung fallen.

Während der Mehringer Gemeinderat die Entscheidung über den Beitritt zur Öko-Modellregion zuletzt vertagt hatte, sei sich der SPD-Ortsverein einig, dass ein Beitritt für die Gemeinde „nur von Vorteil ist“, so der Vorsitzende Kilian Maier. “Chemieregion und Ökoregion müssen Hand in Hand gehen“, sagt der Kandidat für die Landtagswahl 2018. Das sehen offenbar nicht alle Gemeinderäte so. Im Gespräch mit innsalzach24.de erklärt Maier, dass es hauptsächlich die Fraktion der Freien Wähler sei, die in der Verbindung Chemie- und Ökoregion Probleme sehe.

Die Entscheidung fällt am Montagabend

Es ist der richtigere Schritt für den Landkreis gerade in Bezug auf die ökologischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte“, sagt Maier. Schließlich seien bereits einige Punkte der Öko-Modellregion in der Gemeinde umgesetzt. „Daher ist es für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Mehring nur stimmig, sich auch den anderen vorgeschlagenen Punkten in einer Öko-Modellregion anzunehmen.“

Veränderung bewirken

Der Beitritt soll für Mehring nicht nur ein symbolischer Akt sein, sondern auch Veränderung bewirken.“, so zitiert die Mehringer SPD den Gemeinderat Rupert Maier. „Nur wer etwas tut kann etwas verändern.“ Nachdem das Thema auf der jüngsten Gemeinderatssitzung vertagt worden war, soll es am Montagabend laut Maier eine erneute Informationsveranstaltung im Gemeinderat geben. Die Entscheidung soll danach fallen.

Zum Thema Öko-Modellregion:

"Der Wettbewerb "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen" soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen", schreibt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten dazu auf seiner Homepage. "Bereits zwölf Öko-Modellregionen arbeiten als Impulsgeber an der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern. Jetzt haben neue Regionen die Chance, Öko-Modellregion zu werden."

Was es dafür gibt? "Als Öko-Modellregion erhalten Sie zwei Jahre lang eine professionelle Prozessbegleitung. Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernimmt 75 % der Kosten, die restlichen 25 % müssen die Gemeindeverbünde selbst tragen."

Lesen Sie auch:

Der Gemeinderat Haiming hat entschieden: Alle sollen davon profitieren: Grünes Licht für "Öko-Modell-Region Inn-Salzach".

rw/Pressemeldung SPD Mehring

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