Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Mehring

18 Fragen an Robert Buchner (Freie Wähler)

+
Bürgermeisterkandidat in Mehring: Robert Buchner (Freie Wähler).

Mehring - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Mehring wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Robert Buchner (Freie Wähler).

Homepage/Social-Media-Kanäle:


Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Robert Buchner


2. Partei

Freie Wähler

3. Alter

53 Jahre

4. Wohnort

Hintermehring 11 a, 84561 Mehring (seit meiner Geburt)

5. Geburtsort

Burghausen

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

Benedikt (19 Jahre), Kilian (17 Jahre), Eva-Maria (14 Jahre)

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Vor 12 Jahren wurde ich in den Mehringer Gemeinderat gewählt, dem ich bis heute angehöre. Im Februar 2011 übernahm ich das Amt des Ortsvorsitzenden der Freien Wähler Mehring, das ich nach wie vor gerne ausübe. Seit 2014 vertrete ich die Mehringer Belange auch in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Emmerting-Mehring.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Hubert Aiwanger (weil er als Redner völlig ohne Skript auskommt) und Angela Merkel (sie versteht es, lange nicht wahrgenommen zu werden und doch die Richtung vorzugeben)

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Als gebürtiger Mehringer bin ich seit über 40 Jahren in unserer Gemeinde ehrenamtlich engagiert, ob in den Vereinen, in den kirchlichen oder auch sonstigen Gruppierungen. Das besondere an unserer Kommune ist die räumliche Nähe zu Burghausen. Auf Grund dieser Nähe gibt es einerseits das für unsere Verhältnisse große Siedlungsgebiet Mehring/Öd, in dem über die Jahre hinweg viele in der heimischen Industrie Beschäftigte zugezogen sind, andererseits gibt es die übrigen Ortsteile mit hauptsächlich „alteingesessenen“ Mehringern. Diese beiden Gruppierungen haben oftmals eine sehr differenzierte Vorstellung über die Teilhabe am Ortsgeschehen bzw. zur künftigen Entwicklung unserer Kommune. Hier immer wieder einen Konsens zu finden ist durchaus eine Herausforderung, die es zu meistern gilt.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Mehring verdient einen Bürgermeister, der beständig und verlässlich ist. Durch meine über 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in unserer Gemeinde kann ich guten Gewissens behaupten, dass es ein Mehr an Beständigkeit und Verlässlichkeit kaum geben wird. Außerdem habe ich durch meine mittlerweile 36-jährige berufliche Tätigkeit als Bankkaufmann einerseits Erfahrung mit Zahlen und Finanzen, weiß andererseits durch meine Funktion als Interner Revisor aber auch sehr wohl mit Konflikten umzugehen. All diese Eigenschaften und Fähigkeiten sollte ein Bürgermeister vorweisen. Deshalb bin nur ich der Richtige.

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Ich bin weder amtierender noch herausfordernder Bürgermeisterkandidat, da unser amtierender Bürgermeister altersbedingt nicht mehr kandidiert. Ich habe aber seit 20.12.2019 in Form unseres 2. Bürgermeisters einen Gegenkandidaten. Die Kommunikation zwischen Bürgermeister/Gemeinderäten und der Bevölkerung ist verbesserungswürdig. Auch der Kontakt zu den Gewerbebetrieben wurde in den letzten Jahren etwas vernachlässigt. Ich möchte mit den ansässigen Gewerbetreibenden deshalb wieder mehr ins Gespräch kommen, aber auch unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit bieten, durch mindestens einmal im Jahr stattfindende Treffen ihre Ideen und Anregungen in die Gemeindepolitik einbringen zu können.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die größte Herausforderung wird es sein, bei sinkenden Steuereinnahmen die anstehenden Investitionen zu stemmen. Hier wird es erforderlich, ganz genau zu überlegen, welche Maßnahmen vordringlich erledigt werden müssen und welche Maßnahmen noch hinaus gezögert bzw. gänzlich unterlassen werden können.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Die Kinderkrippe muss erweitert und die Grundschule generalsaniert werden. Durch die räumliche Nähe, die Kinderkrippe ist im Grundschulgebäude integriert, betrachte ich das zusammen als ein Ziel. Für die Freiwillige Feuerwehr müssen wir einen neuen Standort für das Feuerwehrgerätehaus finden und den Neubau realisieren. Außerdem muss die Nahversorgung verbessert werden.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Auch in unserer Kommune zeigt sich die gleiche Situation. Wir haben dies allerdings erkannt und bereits begonnen zu reagieren. In einem 1. Schritt bringen wir ein altes Gebäude in die neu gegründete Kreiswohnbau Altötting ein, ein landkreisweit agierendes, kommunales Wohnbauunternehmen. Hier wird neuer Wohnraum entstehen, der laut Satzung für Haushalte bezahlbar sein muss, die sich am Markt nicht mit angemessenem Mietwohnraum versorgen können. Und auch künftig wollen wir, soweit möglich, das ein oder andere Grundstück der Kreiswohnbau Altötting zur Verfügung stellen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Klimaschutz ist ein sehr wichtiges globales Thema. Aber was dafür getan wird, um den Klimawandel aufzuhalten, kann ich als Bürgermeister letztendlich kaum beeinflussen. Natürlich werde ich versuchen, durch Verbesserung des ÖPNV, in Verbindung mit Sanierungsmaßnahmen Umstellung kommunaler Einrichtungen auf regenerative Heizung bzw. ökologische Energieversorgung, Flächenversiegelung nur soweit alternativlos etc. meinen kleinen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Die EU-Kommission und die Bundesregierung haben sich auf schärfere Düngevorgaben geeinigt. Ich kann die Proteste der heimischen Landwirte durchaus nachvollziehen. Erstens ist das Messstellennetz in Deutschland aufgrund der zu geringen Messstellendichte nicht dafür geeignet, eine allgemeine Gesamtübersicht über die Nitratbelastung im oberflächennahen Grundwasser zu geben. Hier müsste viel detaillierter vorgegangen werden. Und Zweitens wurden durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ den Landwirten per Gesetz Auflagen übergestülpt, die schlichtweg nicht praxistauglich sind, z. B. wann die erste Mahd durchgeführt wird (per Gesetz bei 10 % der Grünlandflächen nicht vor dem 15. Juni) bzw. ab wann Grünlandflächen nicht mehr gewalzt werden dürfen (per Gesetz nicht nach dem 15. März) ist immer noch witterungsabhängig und kann nicht per Gesetz festgelegt werden. Trotzdem haben wir als Kommune Möglichkeiten, etwas für die Artenvielfalt zu unternehmen. Sei es durch die Anlage von Blühstreifen auf kommunalen Grünflächen, den Verzicht auf Pestizide und Düngung, die Reduzierung der Mahdfrequenz, eine intelligente Steuerung der Straßenbeleuchtung und, und, und …

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Als gebürtiger Mehringer bin ich seit jeher in unserer Gemeinde engagiert, bin in unseren Vereinen groß geworden und unterstütze viele davon auch heute noch als aktives und förderndes Mitglied, weil ich Ehrenamt, Vereinsarbeit und dörfliche Gemeinschaft als unverzichtbare Säule eines Gemeinwesens sehe. Bereits vor Jahren habe ich meine Bürgermeisterkandidatur öffentlich angekündigt und mich in der Folge umfassend für diesen Schritt vorbereitet. Denn Bürgermeister zu sein ist für mich eine Berufung, die Konzentration und Konsequenz erfordert. Bitte treffen Sie deshalb Ihre Entscheidung am Sonntag, den 15. März an der Wahlurne für mich.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare