Von Burghausen über Kraiburg nach Finsing

Mammut-Projekt "Monaco": Aktuelle Fragen und Antworten zur Erdgasleitung

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Aktuelle Fragen und Antworten zur Erdgasleistung "Monaco" von Burghausen über Kraiburg nach Finsing.
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Landkreise – 200 Millionen Euro dafür, dass ein 87 Kilometer langes Rohr verlegt wird: Das ist die grobe Kalkulation für das Mammut-Projekt Monaco. Hier ist der aktuelle Stand der Dinge:

Der Bau der Erdgasfernleitung liegt im Zeitplan“, erklärt Marc-Boris Rode, Sprecher der bayernets GmbH. „Die Inbetriebnahme der Leitung ist im Herbst 2018 geplant“. Von Burghausen über Kraiburg nach Finsing soll sie den Großraum München mit Erdgas aus dem Salzburger Land versorgen.

Von Burghausen über Kraiburg nach Finsing läuft die Erdgasleitung Monaco.

"Quer durch die Felder wird ausgebaggert"

Vor fast einem Jahr hatte eine Leserin von innsalzach24.de gefragt, was da auf ihrem Weg zur Arbeit gebaut wird. „Quer durch die Felder wird ausgebaggert“. Schnell war klar geworden, dass es sich dabei um Bauarbeiten zur Erdgasleitung Monaco handelt. Teilweise ist die Schneise durch die Landschaft kilometerweit zu sehen.

Lettenthal bei Mehring: Von hier aus führt die Erdgasleitung Monaco auf etwa sieben Kilometern Länge nach Haiming.

Mit den jeweiligen Grundeigentümern wurde im Vorfeld (...) eine Vereinbarung zur Nutzung des Arbeitsstreifens entlang der Monaco-Leitung getroffen“, erklärt Unternehmenssprecher Marc-Boris Rode. „Der Humus wird im Vorfeld abgetragen und seitlich separat gelagert. Das Aushubmaterial aus dem Rohrgraben wird ebenfalls im Arbeitsstreifen gelagert und nach der Verlegung der Leitung wieder verfüllt.“ 

Im Zuge des Humusauftrages finde eine abgestimmte Rekultivierung des gesamten Arbeitsstreifens statt, so Rode weiter. „Diese wird von den Eigentümern abgenommen.“ Aktueller Stand auf weiten Strecken: Das Rohr ist verlegt. Der Aushub muss noch drauf und dann der Humus. 

Der Arbeitsstreifen der bayernets GmbH zwischen Burgkirchen und Mehring

Abschnitt für Abschnitt

"Von Haiming bis zur Gemeindeverbindungsstraße bei Mehring ist die Monaco-Leitung auf einer Länge von siebeneinhalb Kilometern weitestgehend verlegt und der Rohrgraben verfüllt", erklärt Marc-Boris Rode von der bayernets GmbH. "Hier steht noch nur noch der Auftrag des seitlich gelagerten Oberbodens aus." Auf den nachfolgenden 5 Kilometern von der Gemeindeverbindungsstraße bis zur Staatsstraße St 2107 bei Burgkirchen an der Alz findet zurzeit der Verlegevorgang und die anschließende Verfüllung des Rohrgrabens statt." Dieser Vorgang werde voraussichtlich in den nächsten drei Wochen abgeschlossen sein. 

Mammut-Projekt "Monaco": Aktuelle Fragen und Antworten zur Erdgasleitung

Fragen und Antworten

Schaut man sich auf dem Weg der Erdgasleitung Monaco genauer um, erkennt man weitere Dinge, die Fragen aufwerfen:

  • Neben dem Rohr werden zwei Kabelrohre verlegt, die so aussehen, wie für die beim Breitbandausbau.
  • An manchen Stellen liegen mehrere kaputte Reifen
  • An manchen Stellen wird die Straße nicht aufgegraben.

Die Straße müsse nicht automatisch aufgegraben werden, nur weil "Monaco" an dieser Stelle quert, so Unternehmenssprecher Rode. Das Rohr wird quasi auf der einen Seite tiefer gelegt, dann gehts unten durch und auf der anderen Seite wieder auf der üblichen Höhe wieder weiter.

"Tiefer gelegt" - So muss die Straße nicht aufgegraben werden

Die kaputten Reifen stellen die sogenannte Baggermatratze dar. Sie schützen den Straßenbelag, wenn da die schweren Bagger drüber fahren müssen. "Das sind keine Verschleißteile."

Zu den Kabelrohren sagt Marc-Boris Rode von der bayernets GmbH: "Die Kabelstränge sind zwei Kabelleerrohre, die mit der Monaco mit verlegt werden. In diese werden später Glasfaserleitungen eingeblasen. Diese Leitungen sind nur für die bayernets GmbH vorgesehen und dienen zukünftigen betrieblichen Steuer- und Messzwecken."

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