Linden waren zu groß für die Siedlung

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Marktl - Sechs kerngesunde Linden fielen am Montagvormittag in der Siedlungsstraße "Am Kreuzberg" der Säge zum Opfer. Die Bäume waren einfach zu groß geworden.

Ahornstraße, Fichtenweg oder Eichenstraße: Die Pflanzenwelt hat seinen Platz in der nördlichen Siedlung in Marktl - zumindest, was die Straßennamen angeht. In der Straße "Am Kreuzberg" war für sechs groß gewachsene Linden dennoch kein Platz mehr. Die kerngesunden Bäume fielen am Montagvormittag der Säge zum Opfer - und das, obwohl nur einige Meter weiter die Lindenstraße durch die Siedlung läuft.

So mancher Anwohner war überrascht, als auf einmal nur noch sechs Baumstümpfe die Straße zierten, denn vor der Fällung waren die Anlieger offenbar nicht informiert worden. Für Josef Harlander von der Marktler Ortsgruppe des Bund Naturschutz geht die Fällung dennoch in Ordnung. "Linden sind große Bäume und sind unpassend für die Gegend", erklärt er.

Tatsächlich hatten einige Anlieger schon seit geraumer Zeit gefordert, dass die Bäume gefällt werden. Die hohen Linden hätten einen Schatten auf die Grundstücke geworfen und die Wurzeln seien vereinzelt nicht nur in Gehweg und Straße, sondern auch in die Grundstücke der Anwohner hineingewachsen. Sogar für Risse in Mauerstücken sollen die Wurzeln verantwortlich sein.

Diese Einschätzung kann der Bund Naturschutz bestätigen. "Die Bäume haben einen Schaden für die Gemeinde und die Anlieger gemacht", so Harlander. Außerdem hätten sich die Bäume auf Gemeindegrund befunden, womit die Entscheidung über die Fällung bei der Gemeinde liege. "Es hat seine Berechtigung", fasst Harlander zusammen.

Anstelle der Linden sollen Am Kreuzberg nun kleinere Bäume gepflanzt werden, die besser zur Siedlung passen.

Alexander Belyamna

Rubriklistenbild: © dpa

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