Schon der dritte Funkturm - "Das tut weh!"

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Gemeinde- und Kreisrat Günter Völker

Marktl - Zuviel Strahlung und ein zerstörtes Ortsbild - die Bürger haben Sorgen! Gleich drei Funkmasten stehen jetzt in der kleinen Gemeinde.

Die Gemeinde Marktl ist mit ihren etwa 2600 Einwohnern nicht gerade groß. Im Geburtsort des Papstes legt man Wert auf Tradition und ein gepflegtes Ortsbild. Idyllisch ist die Atmosphäre in den kleinen Straßen quer durch das Dorf am Inn.

Doch genau diese Idylle wird seit einiger Zeit stark gestört. Schon zwei Funktürme ragten auf dem Gemeindegebiet in die Höhe. Vor wenigen Tagen kam sogar ein dritter Mast dazu. Ein Mobilfunkturm steht unübersehbar am Sportplatz, ein 50 Meter hoher Tetarfunkmast über dem Innhorn auf dem Berg und der neueste Funkturm wurde beim Bahnübergang am Innhorn errichtet.

Bilder von den drei Funkmasten in der Gemeinde

Gleich drei Funktürme in Marktl

Gemeinde- und Kreisrat Günter Völker kämpft schon seit 2009 gegen die Pläne, einen dritten Turm zu aufzubauen. "Wir sind hier nicht grundsätzlich gegen Mobilfunk", so Völker. "Aber drei Sendemasten sind für unsere kleine Gemeinde einfach zuviel! Es tut weh, wenn man sieht, wie das Ortsbild verbaut wird. Außerdem haben die Bürger natürlich Angst, dass die Strahlung gesundheitliche Folgen haben könnte. Die Menschen sind entsetzt. In der Nähe des Badesees und direkt vor dem Innhorn, dem Marktler Wahrzeichen, sind jetzt Funkmasten." Darum gab es auch schon eine Unterschriftenaktion, bei der sich viele Bürger gegen den Bau des drittten Funkturms aussprachen.

Doch trotz großem Engagements der Bürger und von Völker konnte der dritte Turm am Bahnübergang nicht verhindert werden. Die Deutsche Bahn, die den Sendemast betreibt, hat von der Gemeinde dann doch das Baurecht bekommen und ihr Vorhaben umgesetzt. Günter Völker stellte im Gemeinderat zwar einen Antrag, gegen das Vorhaben der Bahn zu klagen, dieser Antrag wurde aber mehrheitlich abgelehnt. "Man soll aber jetzt die Hoffnung nicht aufgeben", sagt der Funkmast-Gegner. Wir loten aus, was man jetzt noch unternehmen kann."

Für viel Unruhe sorgen die Sendemasten im Geburtsort von Papst Benedikt XVI. Parallel zur Pfarrkirche steht der dritte Mast. Was wohl der Papst zu soviel weltlicher Sendetechnik in seinem Heimatort sagen würde?

red is24 / tj

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