Am Dienstagabend im Marktgemeinderat

Abbruch der Alten Post: "Noch ist der Denkmalschutz kein Gegner"

+
Der ehemalige Gasthof Alte Post und der angrenzende ehemalige Edeka-Markt in Marktl sollen abgerissen werden.
  • schließen

Marktl am Inn – Am Dienstagabend hat sich der Marktgemeinderat mit dem Antrag auf Abbruch des ehemaligen Gasthofs Alte Post sowie des ehemaligen Edeka-Marktes beschäftigt. Weiter wurde ein Konzept zur Neugestaltung des Areals vorgestellt. Alles schön, alles gut, finden die Damen und Herren im Gremium doch es gibt ein Problem und das heißt Denkmalschutz.

Von einem optischen Schandfleck ist die Rede und das nicht erst seit gestern. Es gab Versuche, den ehemaligen Gasthof Alte Post zu revitalisieren. Diese scheiterten aber offenbar gerade auch wegen immenser Kosten. Jetzt soll das Gebäude abgerissen werden ebenso wie der angrenzende ehemalige Edeka-Markt. Das Problem: Gasthof Alte Post steht unter Denkmalschutz.

„Wenn jetzt nichts passiert, verfällt das Gebäude weitere Jahrzehnte.“

Ein Wohn- und Geschäftshaus soll entstehen, wo jetzt der ehemalige Gasthof Alte Post steht: ein Ärztehaus mit Tagespflege-Einrichtung und dazu Wohnungen in Marktls Zentrum. Als Chance, die Ortsmitte neu zu gestalten versteht der Erstes Bürgermeister Hubert Gschwendtner das Vorhaben der Eigentümer. „Wenn jetzt nichts passiert, verfällt das Gebäude weitere Jahrzehnte.“

Marktls neue Mitte: Was kommt hin, wenn der Schandfleck weg ist?

Einen weiteren Verfall will man in Marktl nicht. Schließlich steht Gasthof Alte Post im Ortskern und in nächster Nähe zum Geburtshaus von Papst emeritus Benedikt XVI. Seit 30 Jahren soll der Gasthof Alte Post leer stehen.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“

Als ein das Ortsbild prägendes Gebäude verstehen viele den Gasthof Alte Post. Nicht nur deshalb sondern wohl auch wegen des Denkmalschutzes soll sich der Neubau an der einstigen Optik orientieren. Barrierefrei soll er werden. Mit dem Nutzungskonzept verspricht man sich positive Synergieeffekte für die örtlichen Nahversorger.

Den Denkmalschutz fürchte man als Projektgegner „noch nicht“, wie es am Dienstagabend im Sitzungssaal hieß. Viel mehr sehe man eine positive Signalwirkung, wenn alles so kommt wie geplant. Der Marktgemeinderat hat den Eigentümern einstimmig das gemeindliche Einvernehmen ausgesprochen.

Zurück zur Übersicht: Marktl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser