Gemeinde ergreift Maßnahmen in der Peracher Straße

Marktl: ein Smiley gegen die "Rennstrecke"

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Marktls Bürgermeister Hubert Gschwendtner will Maßnahmen gegen Tempoverstöße in der Peracher Straße ergreifen.
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Marktl - 481 Tempoverstöße gab es 2013 auf der "Rennstrecke" Peracher Straße. Die Gemeinde möchte der Raserei nun Einhalt gebieten. Das sind die Pläne:

2013 haben Radarkontrollen in der Peracher Straße in Marktl 1958 Fahrzeuge erfasst. 481 von ihnen waren zu schnell unterwegs, also beinahe jedes vierte Fahrzeug, manche sogar mit bis zu 100 Sachen. Grund für die vielen Tempoverstöße auf der vermeintlichen "Rennstrecke" Peracher Straße war jedoch nicht Raserei, sondern Unwissen. Das vermutet zumindest Bürgermeister Hubert Gschwendtner (wir berichteten).

Der Geschwindigkeits-Smiley ist schon bestellt

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Der Bürgermeister geht angesichts der vielen sehr deutlichen Verstöße davon aus, dass einige Autofahrer gar nicht wissen, dass sie sich in der Peracher Straße in einer geschlossenen Ortschaft befinden, also nur 50 km/h schnell fahren dürfen. Deshalb sollen die Autofahrer nun aufgeklärt werden.

Zum einen soll in der Peracher Straße ein Geschwindigkeits-Smiley aufgestellt werden. "Das ist vom Gemeinderat beschlossen, der Smiley ist bereits bestellt", erläutert Gschwendtner gegenüber unserer Redaktion. Ein solcher Geschwindigkeits-Smiley zeigt den Autofahrern an, wie schnell sie unterwegs sind, und signalisiert ihnen mit einem fröhlichen beziehungsweise einem traurigen Gesicht, ob sie gerade innerhalb des Tempolimits liegen oder nicht.

50er-Markierung wird in einigen Wochen aufgetragen

Zudem soll als weiterer Hinweis auf die Geschwindigkeitsbeschränkung die Zahl 50 auf die Fahrbahn aufgetragen werden, eine Maßnahme, die in Kürze das Landratsamt Altötting übernimmt. Wie der Sprecher des Landratsamts Klaus Zielinski erklärt, wäre eigentlich die Gemeinde dafür zuständig. "Die Gemeinde hat uns gebeten, dass wir es mit unseren Maßnahmen mitmachen", so Zielinski. Dann, so die Hoffnung der Gemeinde, wäre es vielleicht kostengünstiger.

Nachdem Landrat Erwin Schneider diesem Vorschlag zugestimmt hat, wird das Aufbringen der Markierung nun vom Landratsamt gemeinsam mit einer anderen Straßenbaumaßnahme ausgeschrieben. Bis die Maßnahmen letztlich durchgeführt werden, dürften Zielinski zufolge vom Zeitpunkt der Ausschreibung an rund sechs Wochen vergehen. Die Kosten für die 50er-Markierung trägt die Gemeinde.

Die scheinbar einfachste Maßnahme, das Anbringen eines zusätzlichen Ortsschildes, ist in der Peracher Straße nicht möglich. Dies ist schlicht nicht zulässig, schließlich befindet sich die Straße bereits im Ort.

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