Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Marktl

18 Fragen an Benedikt Dittmann (CSU/Freie Liste)

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Will in Marktl Bürgermeister werden: Benedikt Dittmann (CSU/Freie Liste).

Marktl - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Marktl wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Benedikt Dittmann (CSU/Freie Liste).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Benedikt Dittmann


2. Partei

CSU / Freie Liste Marktl

3. Alter

29

4. Wohnort

Marktl

5. Geburtsort

Altötting

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

-

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Seit über 10 Jahren engagiere ich mich politisch auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene. Dadurch konnte ich ein großes Netzwerk aufbauen, welches ich zum Wohle unserer Heimatgemeinde Marktl nutzen möchte. Seit knapp 6 Jahren bin ich Mitglied des Marktgemeinderates und Fraktionssprecher der CSU / FW. Meine Leidenschaft für die Kommunalpolitik speist sich aus meinem ehrenamtlichen Engagement in zahlreichen Vereinen.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Konrad Adenauer und Ludwig Erhard haben als Bundeskanzler und als Wirtschaftsminister durch die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft Deutschland und die konsequente Anbindung an den Weste nach dem Krieg wieder zu einem wohlhabenden Land gemacht. Ebenso hat Adenauer mit großen Anstrengungen in Sachen europäischer Integration das Fundament für den anhaltenden Frieden in Europa gelegt.

In Marktl ist der ehemalige Bürgermeister Karl Beck (1924-1933) mein großes Vorbild. Sein Beitrag für das Marktler Vereinsleben (Gründungsmitglied TSV Marktl, Heimatbund) und die umgesetzten Infrastrukturmaßnahmen sind bis heute eine Bereicherung für unseren Ort.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Marktl ist ein zwischen Alz, Inn und Türkenbach idyllisch gelegener Ort mit einer hervorragenden Nahversorgung, einer guten Infrastruktur und einer guten Verkehrsanbindung. Besonders stolz können wir auf unsere Vereine sein, die Treiber unseres gesellschaftlichen Lebens sind. In Marktl hilft man einander, ist offen für Neues ohne Traditionen aufzugeben. Die Marktler sind ehrlich, gesellig, hilfsbereit und humorvoll. Der Badesee, die Kulturlandschaft und Wälder in Marktl, Marktlberg und Schützing bieten alles, was man sich als naturverbundener Mensch wünschen kann.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ob ich der Richtige bin, müssen die Wählerinnen und Wähler entscheiden. Ich verfüge über ein großes politisches Netzwerk, welches ich zum Wohl der Gemeinde nutzen möchte. Mir wurde nichts in die Wiege gelegt. Ich habe mir alles selbst erarbeitet, weil ich jemand bin, der sein Glück in die eigenen Hände nimmt. Meine Basis für die Arbeit in der Gemeinde sind die vielen Vereine, in denen ich mitarbeite. Marktl ist für mich eine Herzensangelegenheit! Ich werde jeden Tag mein Bestes geben, um unseren Ort Tag für Tag lebens- und liebenswerter zu machen. Ferner konnte ich mir durch meinen Beruf als Prokurist bei Baierl + Demmelhuber in Töging wichtige Kernkompetenzen wie Budgetverantwortung, Personalführung und Projektmanagement aneignen, die für die erfolgreiche Führung einer Gemeinde unerlässlich sind.

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Wir brauchen mehr Angebote für seniorengerechtes Wohnen. Hier schwebt mir ein zentrumsnahes Seniorenheim oder ein Betreutes Wohnen vor. Außerdem müssen wir mehr Wohnraum schaffen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass junge Marktler wegziehen, weil wir kein Bauland ausweisen und keine Wohnungen bauen können. Damit dann auch wirklich gebaut wird, braucht es einen Bauzwang. Außerdem müssen wir der steigenden Nachfrage nach der Nachmittagsbetreuung von Kindern gerecht werden. Das bestehende Angebot ist gut und muss erhalten werden, aber wir dürfen es nicht zulassen, dass Elternteile wegen eines fehlenden Betreuungsplatzes nicht arbeiten können. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auch während der Ferienzeiten – muss oberste Priorität haben.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Das Wohnangebot für Senioren und junge Familien erhöhen. Wir müssen einerseits neue Baugebiete ausweisen, andererseits aber auch die Leerstände gerade rund um den Marktplatz wieder mit Leben füllen. Ergänzt mit etwas mehr „Grün“ am Marktplatz würden wir die Attraktivität des Zentrums nochmals deutlich steigern. Im Außenbereich müssen wir die teils in die Jahre gekommenen Straßen sanieren bzw. ausbauen und die digitale Infrastruktur weiter verbessern – auch innerorts. Unsere Landwirte sind Unternehmer, die ähnliche wie die Gewerbetreibenden im Ort, auf eine gute digitale Anbindung angewiesen sind. Als neuer Bürgermeister werde ich mich außerdem mit Nachdruck für den Anschluss der Gemeinde an den Wasserzweckverband Rottal-Inn einsetzen, da dieses Wasser nicht mit PFOA belastet ist und auch die Nitratbelastung um ein Vielfaches geringer ist. Außerdem würde ich die gute Lage an der Autobahn gerne nutzen, um erfolgreiche mittelständische Unternehmen und Handwerker anzusiedeln. Die Kehrseite der guten infrastrukturellen Anbindung ist die Lärm- und Schadstoffbelastung. Daher brauchen wir wirksame Lärmschutzmaßnahmen entlang des alten und neuen Teils der A94, die Elektrifizierung der Bahnstrecke und eine maximal verträgliche Lösung beim Bau der 380-kv Trasse. Außerdem stehe ich für eine solide Finanzpolitik mit Weitblick. Alle Investitionen müssen auf ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit überprüft werden. Zusätzlich sollten wir die Attraktivität des Bürgersaals weiter ausbauen und das Kulturangebot vergrößern. Zuletzt ist mir als 2. Vorsitzender der Wasserwacht auch die Entschlammung des Badesees ein wichtiges Anliegen. Hierfür werde ich mich beim Landrat und im Kreistag trotz schwächerer Finanzlage nachdrücklich einsetzen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Ich möchte, dass der Gemeinderat konstruktiv und fraktionsübergreifend zusammenarbeitet und die Belange aller Ortsteile im Blick hat. Dabei soll stets die Stärke des Arguments und nicht die Zugehörigkeit zu einer Fraktion entscheidend sein. Ich möchte als Bürgermeister „Kümmerer“ für die Probleme und Anliegen der Bürger sein. Dazu gehört, stets gesprächsbereit und lösungsorientiert und offen zu sein. Bei allen Maßnahmen ist es mein oberstes Ziel, ausgewogen zum Wohle von Marktl, Marktlberg und Schützing zu handeln und den gesamten Ort lebens- und liebenswerter zu machen.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Wir müssen die Leerstände rund um den Marktplatz beheben und idealerweise Wohnungen bauen. Dies kann einerseits die Gemeinde selbst in die Hand nehmen (wie beispielsweise bei der ehemaligen Bäckerei Leuckert), andererseits sollten wir uns auch dem Bau durch Bauträger nicht verwehren, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Die Instrumente für die Schaffung von Wohnraum nehmen laufend zu. Ziel muss es sein, für jede Altersgruppe und jede Einkommensschicht passende Objekte zu sanieren oder zu bauen. Außerdem möchte ich für alle jene kämpfen, die sich in absehbarer Zeit ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen. Marktl hat viel zu bieten, deshalb will man auch im Ort bleiben und eine Familie gründen bzw. hier alt werden. Die Schaffung der Wohnbaugesellschaft durch den Kreistag ist hierzu eine wichtige Ergänzung.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Dieses Thema ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ich halte nichts davon, mit dem Finger auf einzelne Gruppen zu zeigen und ihnen die Schuld am Klimawandel zu geben. Jeder sollte sich Gedanken über seinen eigenen Beitrag zum Schutz des Klimas machen. Statt übereinander sollte man unvoreingenommen miteinander reden, um Verbesserungen zu erwirken. Seitens der Gemeinde müssen wir die technologischen Neuerungen nutzen, um Ressourcen einzusparen. Wenn wir dabei auch noch den Gemeindesäckel entlasten können, ist das eine klassische win-win-Situation. Bereits in der Vergangenheit wurden große Anstrengungen zum Klimaschutz unternommen, die ich fortsetzen möchte. So hat der Gemeinderat auf meine Initiative hin dem Beitritt zum Klimabündnis zugestimmt. Außerdem müssen wir prüfen, ob die Grünstreifen an unseren Landstraßen gemäht statt gemulcht werden können.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Die Landwirte haben es aktuell sehr schwer. Die gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien haben mittlerweile Ausmaße angenommen, die die Schaffung eines neuen Verwaltungsberufs rechtfertigen würde. Ich kann nur an jeden einzelnen appellieren, sein eigenes Konsumverhalten mehr auf Regionalität und auszurichten. Wenn sich nicht bald was ändert, werden wir unsere Lebensmittel des täglichen Gebrauchs in erheblichen Umfang importieren müssen. Im Ausland haben wir keinerlei Einfluss auf Naturschutz oder das Tierwohl! Wer höhere Standards fordert, muss auch bereit sein diese zu bezahlen. Als Gemeinde wollen wir den Landwirten in der Region die Möglichkeit bieten, ihre Produkte hier vor Ort besser vermarkten zu können. Damit stützen wir auch die Wertschöpfung in der Region. Artenvielfalt ist absolut wichtig, aber statt pauschal zu urteilen sollte man gemeinschaftlich nach Lösungen suchen und respektvoll miteinander umgehen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich möchte Macher und Kümmerer für unsere Gemeinde sein und jeden Tag mein Bestes für Marktl geben. Marktl ist mir eine Herzensangelegenheit. Hier habe ich meine Familie, meine Freunde und meine Vereine. Ich möchte anpacken, was nötig und möglich ist, und gleichzeitig immer für meine Mitbürger da sein. Ich möchte unsere wunderbare Heimat jeden Tag ein Stück lebens- und liebenswerter machen. Ich möchte das neue Jahrzehnt zu einem guten Jahrzehnt für Marktl machen. Deshalb bitte ich die Wählerinnen und Wähler, also Sie, um das Wertvollste, das Sie mir schenken können: Ihr Vertrauen!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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