Landrat freut sich über "Zwangsgeschenk"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Marktl - Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde die neue Marktler Innbrücke für den Verkehr freigegeben - und fällt nun in die Zuständigkeit des Landrats. *NEU: Video*

Die neue Marktler Innbrücke ist nach dreieinhalb Jahren Bauzeit am Montag feierlich für den Verkehr freigegeben worden. In der Bevölkerung hatten Verzögerungen bei der Fertigstellung um insgesamt ein Jahr für Unmut gesorgt. Besonders für Marktl waren die Baumaßnahmen eine Belastung, weil der Verkehr zeitweise über den Ortskern umgeleitet wurde. Im Rahmen der Feierlichkeiten am Montag lobte Marktls Bürgermeister Hubert Gschwendtner die Gelassenheit seiner Mitbürger, zeigte sich jedoch sichtlich erleichtert über die Fertigstellung.

Innbrücke ist ab Mai Sache des Landkreises

Lesen Sie auch:

Ein Gerichtsurteil hatte den Neubau nötig gemacht. Mit dem Weiterbau der A94 bis Marktl sollte die B12 zur Kreisstraße AÖ22 herabgestuft werden. Der Landkreis wehrte sich zunächst. In einem Vergleich des Verwaltungsgerichts einigte man sich schließlich jedoch auf eine Herabstufung. Der Vergleich verlangte aber auch vom Bund einen Neubau der Marktler Innbrücke, die Teil der AÖ22 ist.

Der Landkreis wehrte sich vor allem deshalb gegen die Herabstufung, weil Kreisstraßen - samt aller Brücken - in die Zuständigkeit des Landkreises fallen. "Der Landrat bekommt was geschenkt und wollte das Geschenk eigentlich nicht haben", sagte Sebald König, leitender Baudirektor beim staatlichen Bauamt Traunstein. Landrat Erwin Schneider sprach selbst von einem "Zwangsgeschenk". Dank des Neubaus wird der Landkreis nach der Einschätzung Schneiders wohl aber auf Jahrzehnte keine Sanierungsarbeiten leisten müssen.

"Brücke belastet die nächsten Generationen"

Eine Lebensdauer wie beim Menschen habe sich Schneider für die Brücke gewünscht. Mit geschätzten 90 Jahren sieht er seine Forderung erfüllt. Allerdings gehe es bei einer Brücke anders als beim Menschen nach dem Bau sofort bergab. "Oder reift der Beton?", scherzte Schneider. Die Brücke sei eine "große Belastung für die nächsten Generationen des Landkreises". Am 1. Mai geht die Brücke offiziell in die Zuständigkeit des Landkreises über.

Kosten höher als geplant

Am 14. September war der offizielle Baubeginn der Brücke. Mit 154 Metern Länge ist sie die längste Brücke auf den Kreisstraßen im Landkreis Altötting. Die Baukosten belaufen sich auf elf Millionen Euro. Ursprünglich war man von Kosten in Höhe von acht Millionen Euro ausgegangen.

Die feierliche Verkehrsfreigabe am Montag:

Wind weht Weihe von der Brücke ins Wirtshaus

Fotos von der Baustelle:

Innbrücke in Marktl wird verschoben

Erste Autos auf der Innbrücke:

Marktl: Erste Autos befahren die Innbrücke

Rubriklistenbild: © bla

Zurück zur Übersicht: Region Burghausen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser