Wasserzweckverband Inn-Salzach stellt um

Ultraschall statt Zählrad: Sauberes Wasser und saubere Abrechnung

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Haiming – Neue Wasserzähler sollen für „die maximale Sicherheit in der Wasserversorgung“ des Wasserzweckverbands Inn-Salzach sorgen. Manipulation, Rückflüsse, Trockenlauf oder Leckagen sollen damit leichter nachzuvollziehen sein. Darüber hinaus gibt es offenbar einen Mehrwert für alle Endverbraucher.

Lange hatte man beim Wasserzweckverband Inn-Salzach im vergangenen Jahr um keimfreies Trinkwasser kämpfen müssen (innsalzach24.de berichtete). „Da im vergangenen Jahr Keime im Wasser nachgewiesen wurden, welche eventuell aus privaten Brauchwasseranlagen stammten, wurde dem Wasserzweckverband die Kontrolle der Anschlüsse durch das Gesundheitsamt angeordnet“, heißt es in der aktuellen Pressemeldung. Die Lösung: Innovative Wasserzählertechnik.

Ultraschall statt Zählrad

Über die nächsten vier Jahre werden die alten Wasserzähler gegen ein neues Messsystem ausgetauscht. Das hat der Verband auf seiner jüngsten Versammlung beschlossen. Die neuen Wasserzähler arbeiten nicht mechanisch sondern mit Ultraschall. Es werden zwei Signale gesendet, eines mit und eines gegen die Fließrichtung. „Der Zeitunterschied zwischen den beiden Signalen kann hiernach auf eine Durchflussgeschwindigkeit und damit auch auf ein Volumen umgerechnet werden“, steht in der Herstellerbeschreibung.

Sauberes Wasser, saubere Abrechnung

Manipulation, Rückflüsse, Trockenlauf oder Leckagen sollen mit dieser Technik leichter nachzuvollziehen sein. Für den Wasserzweckverband Inn-Salzach wie alle Endverbraucher besonders interessant: Die Rückflüsse aufgrund von Druck und Gegendruck, die bei einer privaten Brauchwasseranlage auftreten – eine solche gilt als Ursache der Verkeimung im vergangenen Jahr – werden auch gemessen. Sauberes Wasser und saubere Abrechnung, wenn man so will, denn letztere wird genauer und man kann Leckagen und Rohrbrüche aufzeigen.

Kosten senken, Sicherheitsstandard verbessern

Darüber hinaus braucht der Endverbraucher nicht mehr wie bisher seinen Stand selber abzulesen, auf der Ablesekarte einzutragen und diese abzuschicken. Abgelesen wird aus der Ferne. Konkret: Ein Mitarbeiter des Wasserzweckverbands Inn-Salzach fährt durch die entsprechenden Straßen und empfängt auf dem Computer die Daten. „Langfristig soll die Systemumstellung Kosten senken und den Sicherheitsstandard verbessern“, heißt es vom Wasserzweckverband.

Der Wasserzweckverband Inn-Salzach beliefert Haiming, Marktl, Stammham und einen Teil von Neuötting.

rw

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