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Zukunftsweisende Neuausrichtung der stationären Altenhilfe

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Start des PeBeM-Projektes in Haiming (v.l.): Reinhard Pillris (Referent für Seniorenhäuser BRK Altötting), Anja Fischbeck (Leitung Qualitätsmanagement Senioren und Pflege beim BRK), Patrick Bruhn (Abteilungsleiter Senioren und Pflege beim BRK), Pflegedienstleiterin Sigrid Alfranseder, stellv. Pflegedienstleiter Thomas Lammel, Einrichtungsleiterin Melanie Zogler, BRK-Direktor Josef Jung und BRK-Projektmanagerin Nelleke Jakob.
Start des PeBeM-Projektes in Haiming (v.l.): Reinhard Pillris (Referent für Seniorenhäuser BRK Altötting), Anja Fischbeck (Leitung Qualitätsmanagement Senioren und Pflege beim BRK), Patrick Bruhn (Abteilungsleiter Senioren und Pflege beim BRK), Pflegedienstleiterin Sigrid Alfranseder, stellv. Pflegedienstleiter Thomas Lammel, Einrichtungsleiterin Melanie Zogler, BRK-Direktor Josef Jung und BRK-Projektmanagerin Nelleke Jakob. © Manfred Barth

Es hört auf den störrischen Namen „§ 113c SGB XI PeBeM“ und soll die Zukunft der stationären Altenhilfe sichern. Pflegepersonalbemessungsverfahren heißt das Kürzel PeBeM ausgeschrieben und fixiert ist es im Paragraf 113c des Elften Sozialgesetzbuches, in dem die Leistungen der Pflegeversicherung festgelegt sind. „Es dreht sich um die Personalsituation in der Pflege und darum, dass die Fachquote aufgehoben wird, und der Blick eher auf die Pflegegrade der Bewohner gerichtet wird“, erklärt die BRK- Projektmanagerin Nelleke Jakob. 

Meldung im Wortlaut:

Haiming/Altötting - Das von der Glückspirale geförderten bayernweiten BRK-Projekt begleitet zehn stationäre Einrichtungen bei der Einführung der neuen Personal-Anhaltswerte, die über das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz ab dem 1. Juli bundesweit einheitlich eingeführt werden. Eines der zehn teilnehmenden Häuser ist das Seniorenhaus Bischof Sigismund Felix in Haiming.

Zum Kick-Off des Projektes waren jetzt Projektmanagerin Nelleke Jakob, Patrick Bruhn, Abteilungsleiter Senioren und Pflege beim BRK, und Anja Fischbeck, Leitung Qualitätsmanagement Senioren und Pflege beim BRK, gekommen.

Gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Melanie Zogler, Pflegedienstleiterin Sigrid Alfranseder und dem stellv. Pflegedienstleiter Thomas Lammel sowie Reinhard Pillris, Referent Seniorenhäuser beim BRK Altötting, wurde das Projekt den versammelten Mitarbeitern vorgestellt.

Kernthemen des gesamten Prozesses seien die Qualifizierung des Personals, ein Mehr an Verantwortung für die Pflegefachkräfte, die Neuverteilung von Aufgaben sowie die Gewinnung von weiterem Personal in der Pflege. Dabei liegt der Fokus auf einer Veränderung des Qualifikationsmixes.

„Einrichtungen müssen vertraute Strukturen verlassen!“

Dieser wird künftig individuell für die Pflegeeinrichtung ermittelt, sprich, er errechnet sich anhand der Pflegegrade der Bewohner in der Einrichtung. Die sogenannte Rothgang-Studie, die die Daten von 62 Pflegeeinrichtungen ausgewertet hat, kommt auf einen durchschnittlichen Personalmix von ca. 40 % Pflegefachkräfte, 30 % Assistenzkräfte mit 1- oder 2-jähriger Ausbildung und 30 % Hilfskräfte.

Schlussendlich soll mit der Umsetzung eine bestmögliche Versorgung der Bewohner auch für die Zukunft gesichert werden.

Das Projekt gliedert sich, aufgeteilt auf drei Jahre, in die Analyse- sowie Planungsphase, die Umsetzungsphase und die Evaluations- und Multiplikationsphase. „Durch die Neuverteilung von Aufgaben müssen sich die Einrichtungen neu organisieren und vertraute Strukturen verlassen“, so Projektmanagerin Nelleke Jakob.

Dabei werde sie die Einrichtungen unterstützen. Einrichtungsleiterin Melanie Zogler hob hervor, dass die Unterstützung im Rahmen des Pilotprojektes für die Umsetzung ein großes Plus für das Seniorenhaus Bischof Sigismund Felix sei – sowohl für die Mitarbeiter als auch die Bewohner. Reinhard Pillris sieht in der Teilnahme am Projekt auch viele Synergien für die anderen fünf Seniorenhäuser des BRK im Landkreis für die Umsetzung des „PeBeM“.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Altötting

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