Förmliches Genehmigungsverfahren kommt 2019

A94 Marktl-Simbach: Diese Änderungen kommen auf Haiming zu

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Haiming – Das förmliche Genehmigungsverfahren zum Ausbau der A94 im Bereich Marktl-Simbach wird aller Voraussicht nach in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres eingeleitet werden. Das hat der Erste Bürgermeister Wolfgang Beier bekannt gegeben. Für die Gemeinde haben sich offenbar Änderungen bei den Planungen ergeben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien alle maßgeblichen Voruntersuchungen und Abstimmungsgespräche, insbesondere die naturschutzrechtlichen Klärungen, abgeschlossen und es werde die technische Vorentwurfsplanung erstellt, so Wolfgang Beier. Im November seien er, Baudirektor Stefan Pritscher von der Autobahndirektion Südbayern (ABDSB) und zwei weitere Mitarbeiter der ABDSB zusammengekommen. Thema: Der aktuelle Planungsstand des Ausbaus der A94 im Bereich Marktl-Simbach.

Änderungen in der Linienführung auf Höhe Niedergottsau

Um die Hangquellen im Bereich Niedergottsau zu schonen, wurde die Linienführung der zweiten (zu bauenden Fahrbahn) der zukünftigen A94 Marktl-Simbach etwa ab Höhe der Zufahrt zum Innstauwerk Stammham geändert. Eine Hangquelle ist Grundwasser zwischen einer wasserdurchlässigen und einer nicht wasserdurchlässigen Schicht im Erdreich an einem - der Name sagt es schon - Hang. 

Ursprünglich sollte sie südlich der bestehenden Fahrbahn (B12, B20) gebaut werden. Den aktuellen Planungen der Autobahndirektion Südbayern zufolge wird die benötigte zweite Fahrbahn an dieser Stelle nach Norden verlegt, also nördlich der bestehenden B12, B20 gebaut. Die zweite Brücke wird also auch nördlich gebaut.

Radweg wird verlegt, Abgrenzungswand fällt weg

Die Verlegung der Linienführung hat Folgen für den bereits bestehenden Radweg und den Lärmschutz. Der Radweg wird nach Norden verlegt und die als Lärmschutz gedachte Abrenzungswand zwischen Radweg und Fahrbahn fällt weg. Die Kosten für den neuen Radweg an dieser Stelle trägt die ABDSB. Die tatsächlich notwendigen Lärmschutzmaßnahmen regelt eine Verkehrsprognose. Derer nach braucht es die Abgrenzungswand an dieser Stelle nicht.

Baudirektor Pritscher rechnet damit, dass bis Mitte 2019 die technische Entwurfsplanung erstellt und vom Ministerium genehmigt ist und diese dann in der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann“, erklärt Bürgermeister Beier. „Erst danach wird das förmliche Genehmigungsverfahren eingeleitet.“

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