Feinstaub: Grenzwerte überschritten!

Burghausen - Neuste Messungen haben einen erneuten Anstieg der Feinstaubbelastung in Burghausen gezeigt. Die Messwerte liegen bereits über der zulässigen Grenze!

Luftverschmutzung durch Feinstaub entsteht überwiegend durch Autoabgase oder Verbrennungsprozesse in der Industrie. Je kleiner die Feinstaubpartikel sind, desto eher werden sie über die Atemwege aufgenommen und können bis in die Lunge und Blutbahn gelangen.

Zum Schutz der Menschen wurden Richtlinien europaweit eingeführt. Der zulässige Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft darf dabei maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. In Burghausen wird die Belastung durch eine Messstation an der Marktler Straße gemessen. Nach aktuellen Daten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt wurde dort in diesem Jahr bereits eine Überschreitung an bereits 13 Tagen gemessen. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2012 waren es nur zwölf Tage.

Das Ergebnis einer aktuellen Studie zur Feinstaubbelastung, die 2006 mit der konkreten Planung begann und seit 2011 an der Universität Ulm ausgewertet wird, ist eindeutig: Bereits eine Feinstaubkonzentration unterhalb des europäischen Grenzwerts erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Besonders oft wurde ein so genanntes Adenokarzinom diagnostiziert – ein Krebs, der auch bei Nichtrauchern auftritt. „Hohe Feinstaubbelastungen treten überwiegend in städtischen Gebieten auf. Hauptverkehrsknotenpunkte und Pendlerzeiten sollten Stadtjogger deshalb vermeiden. Zu empfehlen wären Waldläufe oder Strecken in einiger Entfernung zur Stadt“, empfiehlt Markus Neumeier von der IKK classic. Außerdem können Interessierte sich auf der Internetseite der Landesumweltamtes im Vorfeld über die Belastung der nächsten Tage informieren: www.lfu.bayern.de/luft/schadstoffvorhersage/

Die IKK classic ist mit rund 3,6 Millionen Versicherten die größte IKK und die sechst­größte Krankenkasse in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden unterhält bundesweit neun Landesdirektionen, mehrere hundert Geschäfts­ und Service­ stellen und ist Arbeitgeber für 6.500 Beschäftigte.

Pressemittelung IKK classic

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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