Spatenstich für Deichsanierung an der Alz

Emmerting - Der 90 Jahre alte Deich an der Alz wird grundsaniert. Der Regierungspräsident Oberbayerns, Christoph Hillenbrand, setzte heute den ersten Spatenstich für das Projekt.

„Der Hochwasserschutz für Emmerting wird keine Standardlösung von der Stange, sondern ein Maßanzug und ein beispielhaftes Projekt. Eine grundlegende Sanierung ist hier dringend erforderlich. Die Alz hat im Laufe der Zeit immer wieder ihr Bett verändert, Rinnen hinterlassen und mit durchlässigem oder an anderen Stellen mit wenig tragfähigem Material verfüllt. Die besondere Herausforderung war dabei, bezahlbare technische Lösungen und Bauabläufe zu finden, die Emmerting nicht nur nach Fertigstellung, sondern auch während der Bauphase vor Hochwasser schützt und zu keinen nachteiligen Auswirkungen für die Unterlieger führt“, erklärte Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand am 29. März 2012 beim ersten Spatenstich für die gesamte Sanierung des 90 Jahre alten Deichs.

Die Sanierung wird in drei Bauabschnitten auf 5,3 Kilometern durchgeführt und kostet rund 6,6 Millionen Euro. 95 Prozent trägt der Freistaat Bayern. Kofinanziert wird das Vorhaben durch die EU im Rahmen des Programms RWB zur Förderung der Regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung. Für 2012 hat die Regierung von Oberbayern 700.000 Euro für das Vorhaben bereitgestellt. Ziel ist es die beiden ersten Bauabschnitte im Jahr 2013 fertig zu stellen. Mindestens so wichtig wie die finanzielle Beteiligung der Gemeinde mit 5 Prozent ist, dass die Kommune und ihre Bürgerinnen und Bürger voll hinter dem Projekt stehen und es bisher stets unterstützt haben.

Hillenbrand dankt in besonderer Weise auch den Grundstückseigen-tümern, die ihre Flächen für den Deichneubau zum Hochwasserschutz von Emmerting zur Verfügung gestellt haben. Mensch und Natur in Einklang zu bringen ist und bleibt eine unserer herausragenden Aufgaben in diesem Jahrhundert. Der Mensch zieht Nutzen aus den Gewässern hat allein schon von daher die Verantwortung seine Gewässer zu schützen. Wie man durch die Ereignisse der letzten Wochen sehen kann, könnte man laut Regierungspräsident Hillenbrand allerdings den Eindruck gewinnen, dass weniger der Mensch vor der Alz, als vielmehr die Alz vor dem Menschen geschützt werden müsste. Durch das fehlerhafte Ableiten von verschmutztem Wasser durch ein Chemiewerk sind 15 Kilometer des Flusses vergiftet worden.

Hillenbrand möchte andieser Stelle ganz besonders jenen danken, die mit großem persönlichem Einsatzhier an der Alz bei der Schadensbekämpfung mitgewirkt haben: der Feuerwehr, die beim Einsammeln der toten Fische geholfen hat, den Fachleuten des Landratsamtsund der Wasserwirtschaftsverwaltung und den Landesämtern für Umwelt sowie Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Wir sind alle froh, dass es bisher keine Anzeichen gibt, dass der Schadstoff über das Grundwasser in die Trinkwasserversorgung gelangt ist. Die zuständigen Behörden und Einsatzkräfte werden, zusammen mit dem Schadensverursacher auch weiterhin alles tun, dass die Auswirkungen durch den Chemieunfall so gering wie möglich gehalten werden.

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Rubriklistenbild: © www.photostat.de/dpa

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