InfraServ Gendorf zur Deponie-Nutzungsänderung

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Seit über sechs Jahren nutzt InfraServ Gendorf die Deponie B zur Einlagerung von Siloasche. Sie stammt zu etwa 70 % aus der Verbrennung kommunaler Klärschlämme. Jetzt wurde auch eine Nutzung der Deponie C hierfür beantragt

Emmerting/Burgkirchen - Die InfraServ Gendorf gab bezüglich der Deponie C eine Informationsveranstaltung, um die Bürger zu beruhigen und aufzuklären:

Über die bei der Regierung von Oberbayern beantragte Nutzungsänderung der Deponie C zur Einlagerung von Siloasche hat die InfraServ Gendorf, Standortbetreiber des Industrieparks Werk GENDORF und zertifizierter Entsorger, in einer Informationsveranstaltung der Gemeinde Emmerting Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils Bruck über das geplante Vorhaben informiert und Fragen aus der Bevölkerung beantwortet.

Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf, äußerte vor den rund 40 geladenen Gesprächsteilnehmern – darunter vor allem die Anwohner aus Bruck und einige Gemeinderäte – großes Verständnis für deren Sorgen, die das Unternehmen auch sehr ernst nehme. In seiner Erläuterung verwies er jedoch auf die langjährige Erfahrung, welche die InfraServ Gendorf mit der Einlagerung von Siloasche in die Deponie B bereits habe: „Wir verfügen über den richtigen Partner und stellen seit Jahren in der Deponie B die gesetzes- und regelkonforme Einlagerung der Siloasche sicher“, so Langhammer.

Im Anschluss beschrieben Jürgen Tröster, Leiter Energie- und Entsorgungsmanagement, und Godehard Mayer, Leiter Genehmigungsmanagement bei der InfraServ Gendorf, den genauen Aufbau der Deponie. Die Anforderung an die Errichtung, den Betrieb sowie die Überwachung und Kontrolle ist streng gesetzlich geregelt. „Der mehrstufige Aufbau des Deponiebodens durch Schutz- und Filterschichten sowie zusätzlich vorgeschriebene Kunststoffdichtungsbahnen verhindern einen Sickerwassereintrag in den Boden, zudem wird das Sickerwasser über Drainagen abgepumpt und der biologischen Kläranlage des Industrieparks zugeführt“, beschreibt Tröster die hohen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutze des Grundwassers. Hohe rechtliche Anforderungen werden auch bei der Stilllegung der Deponie befolgt. Dazu gehöre zum Beispiel die Oberflächenabdichtung der Deponie, um ein Eindringen von Regenwasser in die Deponie zu verhindern oder die Überwachung des Grundwassers im Bereich der Deponie, zu der der Deponiebetreiber verpflichtet ist. Zusätzlich werde durch eine Rekultivierung die stillgelegte Deponie in das vorhandene Landschaftsbild auch wieder eingegliedert. Überwacht und kontrolliert wird die Deponie vom Landesamt für Umwelt (LfU) und der Regierung von Oberbayern, die auch unangemeldet Kontrollen und Besuche vornehmen.

Vorgesehen ist, dass pro Jahr etwa 5000 Tonnen Asche in die Deponie eingebracht werden. Dabei werde die Asche angefeuchtet, so dass ein Stauben verhindert wird, erklärt Godehard Mayer. Die Siloasche selbst stammt dabei einzig aus der Klärschlammverbrennungsanlage des Industrieparks Werk GENDORF, wo zu 70 Prozent kommunale Klärschlamme aus den umliegenden Gemeinden, u. a. Altötting und Burgkirchen, verbrannt werden. Bei der abschließenden Fragerunde nahmen die Unternehmensvertreter so manchen Hinweis und Verbesserungsvorschlag von Seiten der Bürger entgegen und versprachen, die Umsetzbarkeit genau zu prüfen.

Eingeladen zur Veranstaltung hatte Bürgermeister Stefan Kammergruber, nachdem zuvor der Emmertinger Gemeinderat Bedenken zu dem Vorhaben geäußert hatte. Er begrüßte den offenen Informationsaustausch, der in ein emotionales Thema mit gesellschaftlicher Relevanz Sachlichkeit brachte. Der Bauausschuss des Gemeinderats Burgkirchen, der sich ebenfalls mit dem Plangenehmigungsverfahren befasste, hatte in einer Stellungnahme der Nutzungsänderung bereits zugestimmt.

Pressemeldung InfraServ Gendorf

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