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Radl-Ass aus Emmerting dominiert internationale Konkurrenz

Mit neuem Weltrekord zum Titel: Julia Sandner triumphiert bei der WM in Frankreich

Julia Sandner aus Emmerting bei den Einrad-Weltmeisterschaften in Grenoble 2022
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Julia Sandner aus Emmerting in Feierlaune: Die 20-Jährige sicherte sich bei der WM in Frankreich nicht nur den Titel, sondern auch einen neuen Weltrekord.

Konzentration, Disziplin und absoluter Siegeswillen - all das hat sich für die junge Radsportlerin aus Emmerting endlich ausgezahlt. Mit erst 20 Jahren sicherte sich Julia Sandner bei den Weltmeisterschaften in Frankreich nun den Titel - und stellte dabei sogar einen neuen Weltrekord auf.

Emmerting/Kastl/Grenoble - Vom 25. Juli bis zum 6. August lud der französische Einrad-Verband zur Weltmeisterschaft nach Grenoble ein. Insgesamt rund 2000 gemeldete Athleten gaben sich die Ehre, so nahmen auch zahlreiche Sportler aus Deutschland die Reise auf sich, um sich mit der Weltelite des Einrad Sportes zu messen. Unter Ihnen war auch die 20-jährige Emmertingerin Julia Sandner, die für den TSV Kastl startet, dabei. Die erfahrene Sportlerin und Sportmanagement-Studentin hatte sich für die Weltmeisterschaften viel vorgenommen und sich für 10 Disziplinen unterschiedlichster Art angemeldete.

Julia startete in der Altersklasse 19-29, in der sich die Titel-Favoritinnen der einzelnen Disziplinen gemessen haben. Die erste Woche begann für sie mit den Disziplinen Hoch- und Weitsprung. Diese konnte Sandner mit einer Weite von 1,80 Meter und einem 4. Platz sowie einer Höhe von 36 Zentimetern und damit Platz 9 absolvieren. Der Einstieg in die Weltmeisterschaft verlief für die Studentin nicht wie geplant und so verhielt sich auch der Start in die zweite Woche. Mit einem 9. Platz jeweils in 100m Rennen und 50m „Einbein“ sowie einem 6. Platz im „Coasting“ war die Athletin nicht zufrieden.

Durchwachsener Start bei den Weltmeisterschaften in Frankreich

Einen erneuten Aufschwung gab das Ergebnis der 4x100m Staffel, in der sich Hannah und Julia mit zwei weiteren bayerischen Athletinnen unter 41 Staffel am Ende als Achtplatzierte mit einer Zeit von 1:04 Minuten beweisen konnten und damit nur Aufgrund der Sperrung einer Bahn im Finale, nicht auch im Expert starten durften. In der Disziplin „Stillstand“ landete Julia sowohl in der Altersklasse als auch in der Finalwertung auf Platz 6.

In „Langsam Vorwärts“ und „Langsam Rückwärts“ reichten der 20-Jährigen jeweils einer von zwei Versuchen, um sich für die Finalläufe zu qualifizieren. In der Disziplin „Langsam Vorwärts“ wird auf einem 10 Meter langen und 15 Zentimeter breiten Brett so langsam wie möglich gefahren. Dabei ist stehenbleiben, pendeln, absteigen, rückwärts treten, über 45 Grad zur Seite drehen oder das Verlassen des Brettes verboten und führt zur Disqualifikation. In „Langsam Rückwärts“ ist das Brett ebenfalls 10 Meter lang aber 30 Zentimeter breit. Die Regel sind größtenteils identisch mit dem Unterschied, dass nicht vorwärts getreten werden darf.

Die strahlende Siegerin in der Disziplin „Langsam Vorwärts“ bei der WM in Grenoble

Die Qualifikationszeiten gingen zudem in die Altersklassenwertung ein. So platzierte sich Julia in „Langsam Vorwärts“ auf Platz 1 und in „Langsam Rückwärts“ auf Platz 2. Das bedeutet eine Gold-und eine Silbermedaille. Am letzten Tag der Weltmeisterschaft wurde es noch einmal hoch spannend. In einem nervenaufreibenden Finale wurden zuerst die Titel in “Langsam Vorwärts“ ausgefahren. Nach einem soliden ersten Versuch setzte Julia alles auf eine Karte - und der Einsatz lohnte sich.

Neuen Weltrekord und den Meistertitel in der Tasche

Mit einer Zeit von 03:03:138 Minuten legte Sandner einen super Lauf hin. Nach ihr startete die bislang amtierende Weltrekordhalterin; diese konnte die Zeit der Emmertingerin jedoch nicht mehr überbieten. Dies bedeutete für Sandner am Ende nicht nur den Weltmeistertitel, sondern auch den neuen Weltrekord in „Langsam Vorwärts“. Direkt im Anschluss musste sie ihre mentale Stärke erneut unter Beweis stellen. Mit bereits müder Muskulatur aus den Vorläufen und dem ersten Teil des Finales, ging sie auf das „Langsam Rückwärts“-Brett. Auch hier wurde es erneut spannend. Mit einem Unterschied von nur zwei Sekunden und einer Zeit von 2:18:419 Minuten entging Julia nur knapp der Sieg. Am Ende bedeutete dies, wie bereits bei der Weltmeisterschaft 2018 in Südkorea, der Vize Weltmeistertitel.

Somit konnte sie trotz anfänglichen Enttäuschungen, dennoch ihr Hauptziel bei den Weltmeisterschaften erreichen und diese optimistisch für die Zukunft abschließen.

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