Eröffnung für 2018 erhofft

Edeka-Neubau in der Guglweiterstraße: Warum es so lange dauert

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Wie man sieht, sieht man immer noch nichts aber hier soll er hin, der neue Edeka-Markt in der Gemeinde Emmerting.
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Emmerting – Die geplante Errichtung eines Edeka-Marktes in der Guglweiterstraße haben sich alle Beteiligten wohl einfacher vorgestellt. Eigentlich sollte im Mai letzten Jahres gebaut werden. Nach langem Hin und Her sieht es nun zumindest nach einer Eröffnung noch in diesem Jahr aus.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten für den neuen Edeka-Markt in der Guglweiterstraße in Emmerting im Mai letzten Jahres begonnen haben. Er wird laut Bürgermeister Stefan Kammergruber dringend benötigt. Tatsächlich gibt es in der Alzgemeinde und dem angrenzenden Mehring seit Dezember 2016 keinen sogenannten Vollsortimenter mehr.

Staatsstraße westlich, Guglweiter Straße östlich, Penny nördlich als Nachbarn: Hier soll der Edeka-Markt in Emmerting stehen.

„Die Zauneidechse ist europaweit streng geschützt“

Es hatte alles so gut ausgesehen für das Vorhaben. Medienberichten zufolge hatten Erster Bürgermeister und ein Vertreter von Edeka, zuständig für Expansion, schon im Dezember 2016 den baldigen Baubeginn verkündet. Man sei sich einig, hieß es damals. Dann hatte die Untere Naturschützbehörde des Landratsamtes Bedenken, insbesondere wegen der Zauneidechse.

Die Zauneidechse ist europaweit streng geschützt“, erklärte Ilse Englmaier, 2. Vorsitzende vom Landesverband für Amphibien und Artenschutz auf Nachfrage von innsalzach24.de im Februar 2017. Man dürfe nicht ohne weiteres in ihren Lebensraum eingreifen und ihn schon gar nicht beschneiden. Dieses Problem hat man in Emmerting offenbar gelöst. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Altötting hatte unter entsprechenden Auflangen keine Bedenken mehr.

Hier soll er der neue Edeka-Markt in Emmerting stehen.

"Die Stellungnahme der Regierung kam zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt"

Im Frühjahr 2017 riss uns ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes München im Zusammenhang Agglomeration den Boden buchstäblich unter den Füßen weg“, erklärt der Erste Bürgermeister Stefan Kammergruber. Demnach sind "räumlich zusammenhängende Lebensmittelmärkte, die eine bestimmte Größe überschreiten, (...) nicht mehr zulässig, denn sie kollidieren mit dem Landesentwicklungsprogramm Bayern".

Der geplante Edeka in Emmerting fällt genau darunter. „Laut Urteil dürfen zwei Verbrauchermärkte die unmittelbar nebeneinander gebaut sind die Gesamtverkaufsfläche von 1200m² nicht überschreiten“, erklärt Kammergruber. Daraufhin seien alle erforderlichen Schritte auf behördlicher und höchster politischer Ebene eingeleitet worden. Ergebnis: Edeka kann bauen mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Mit dem Penny-Markt als direkten Nachbarn, kollidiert das Bauvorhaben von Edeka mit dem Landesentwicklungsplan.

„Nicht zuletzt auf unser stetes Zutun (…), wird nun der Landesentwicklungsplan in den Teilen abgeändert, die uns einen Bau des Marktes mit 1200 Quadratmeter ermöglichen“, freut sich der Bürgermeister. „Dank der Beharrlichkeit der Beteiligten aus Politik vor Ort und Wirtschaft einschließlich des Bauherrn, können wir jetzt endlich auf eine Eröffnung des so notwendigen Edeka-Marktes im heurigen Jahr hoffen.“

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