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Erstmals Parteiaustritt von amtierendem Gemeindeoberhaupt wegen Corona-Politik

„Es brodelte bei mir schon länger!“- Emmertinger Bürgermeister verlässt CSU

Emmertings Bürgermeister Stefan Kammergruber.
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Emmertings Bürgermeister Stefan Kammergruber.

Erstmals tritt ein amtierender Bürgermeister in der Region wegen der Corona-Politik der Regierung aus der CSU aus. Der Bürgermeister von Emmerting, Stefan Kammergruber, entschloss sich nun zu diesem Schritt.

Emmerting - „Es brodelte bei mir schon länger: All die Vorgaben der derzeitigen Regierung, die restriktiven Maßnahmen und Einschränkungen der Grundrechte stoßen mir aufs Sauerste auf! Ich habe höchsten Respekt vor der Arbeit von Ärzten und Pflegenden in Krankenhäusern und Kliniken aber diese massive Schädigungen der demokratischen Grundordnung wollte ich nicht mehr als Teil der CSU mittragen. Dadurch geht inzwischen ein massiver Riss durch unsere Gesellschaft und es wird zunehmend schwerer, sich unvoreingenommen zu begegnen“, erklärt Emmertings Erster Bürgermeister Stefan Kammergruber gegenüber innsalzach24.de seine Entscheidung zum Austritt aus der CSU, dem sich auch Gemeinderat Florian Maier anschließt. Letzterer hatte Ende Juli mit kontroversen Äußerungen zur Corona-Politik für Aufsehen gesorgt.

CSU-Bürgermeister von Emmerting verlässt Partei wegen Corona-Politik

„Gegen den CSU-Ortsverband hegen wir ausdrücklich keinen Groll! Daher wird in der Praxis, bis auf weiteres, alles beim Alten bleiben“, erklärt Kammergruber weiter. „Wir bleiben Teil der Fraktion und auch in der Sacharbeit auf dem gleichen Kurs. An den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat wird sich also nichts ändern.“ Darüber, ob langfristig ein Parteiwechsel oder eine eigene Liste vorstellbar wäre möchte er derzeit nicht spekulieren. „Das wäre wenn, dann zur nächsten Kommunalwahl ein Thema und die ist ja noch eine ganze Weile hin.“ CSU-Ortsvorsitzende und Dritte Bürgermeisterin Gisel Kriegl sieht entsprechend Kammergrubers Entscheidung entspannt. „Wie gesagt, im Alltag ändert sich ja erstmal nichts“, betont auch sie.

Kammergruber ist nicht das erste prominente CSU-Mitglied, welches seiner Partei wegen deren Politik in der Corona-Krise den Rücken kehrt. Anfang Anfang April gaben drei Generationen der Hoteliers- und Gastronomiefamilie Rappl aus Gstadt ihre Parteibuch zurück. Ende Mai kehrte der Partei auch die ehemalige Tüßlinger Bürgermeisterin Stephanie von Pfuel (60) den Rücken. „Die Politik der CSU“ sei „besonders in Coronazeiten (...) menschenverachtend und arrogant“, erklärte sie ihren Schritt. In Tüßling war sie nicht die einzige mit einer kritischen Haltung zur CSU. „Ich werde die CSU bei der Bundestagswahl nicht wählen!“, erklärte auch Tüßlings CSU-Chef Tobias Rollig im Gespräch mit innsalzach24.de.

hs

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