Bei Wacker Chemie bleibt die Küche kalt

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Burghausen - Ab 11 Uhr bleibt heute im Eurest-Betriebsrestaurant von Wacker Chemie die Küche kalt. Die Mitarbeiter von Deutschlands größtem Caterer streiken:

Erstmals gibt es bei Deutschlands größtem Caterer im Eurest-Betriebsrestaurant von Wacker Chemie Warnstreiks. Damit soll Druck vor der nächsten Verhandlung des Manteltarifvertrages am 30. April aufgebaut werden. Ende 2011 kündigte Eurest den Manteltarifvertrag und forderte erhebliche Verschlechterungen der tariflichen Leistungen. So soll das Urlaubs- und Weihnachtsgeld eingefroren werden. Für neue Beschäftigte soll es auch Einschnitte beim Urlaub geben. „Dies können sich die Beschäftigten nicht leisten. Fast jeder Zweite arbeitet in Teilzeit mit entspre­chend niedrigem Einkommen“, hat Hans Hartl, Verhand­lungsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), erklärt. Der Druck auf die Eurest-Beschäftigten wachse stetig: Das Personal werde reduziert, gleichzeitig steigen die Ansprüche des Arbeitgebers hinsichtlich Qua­lität und Flexibilität der Beschäftigten fortwährend.

„Die Kolleginnen und Kollegen haben ihre Leistungsgrenzen erreicht. Statt ihre Leistungen mit einem vernünftig ausgestatteten Manteltarifvertrag zu würdigen, werden ihnen immer weitere Lasten auferlegt“. Nach sieben Verhandlungsrunden sei die Geduld der Kolleginnen und Kollegen sowie der Gewerkschaft NGG erschöpft. „Wir werden solche massiven Verschlechterungen für die Beschäftigten nicht zulassen. Wir wollen faire Arbeitsbedingungen und keinen tarifpolitischen Kahlschlag“, so Hartl. Die zur Compass Gruppe gehörende Eurest Deutschland GmbH betreibt deutschlandweit circa 560 Betriebsrestaurants mit rund 7.400 Beschäftigten.

Pressemitteilung Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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