"Wir wollen unsere Mitarbeiter an Bord halten"

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Ein Mitarbeiter bei der Herstellung von Siliziumscheiben im Werk in Burghausen bei Altötting

Burghausen - Der Schrecken sitzt noch immer tief: Gestern bestätigte Wacker Chemie die Anmeldung der Kurzarbeit für das Werk in Burghausen. Rund 650 Mitarbeiter sind betroffen.

Verunsicherung in Burghausen: Am Sonntag wurde bekannt, dass der Chemiekonzern Wacker Chemie an seinem Standort Burghausen Kurzarbeit angemeldet hat. Als Grund nannte der Halbleiter-Zulieferer Überkapazitäten und volle Lager in der weiterverarbeitenden Industrie von Photovoltaik-Anlagen. Betroffen von dieser Maßnahme sei laut dem Pressesprecher des Konzerns, Christof Bachmair, deshalb auch nur das Werk Burghausen und damit der Produktionszweig, der für die Herstellung von Polysilicium zuständig ist.

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In Burghausen wurde auf die Meldung sehr emotional reagiert. Momentan sind laut Wacker Chemie etwa 650 Mitarbeiter von den Kürzungen betroffen. Die Betroffenen müssen insgesamt auf zehn Prozent ihres Lohnes verzichten: "In der Lieferkette befinden sich derzeit hohe Lagerbestände, es herrscht Auslastung in der Produktion", so Bachmair. So sei man derzeit gezwungen, bei den Personalkosten einzusparen. Dennoch sei der Konzern bemüht, keine Arbeitskräfte zu verlieren: "Wir wollen unsere Mitarbeiter an Bord zu halten", betonte Bachmair. "Kurzarbeit ist dafür einfach ein gutes Instrument."

Die Kurzarbeit ist derzeit bis zum 31. März 2013 angemeldet. Eine Verlängerung dieser Maßnahme kann der Konzern aber derzeit nicht ausschließen. "Man muss die Lage nun von Monat zu Monat neu prüfen", so Bachmair - je nachdem wie sich die wirtschaftliche Lage entwickle.

rr/innsalzach24

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