Neue Unterkunft in Burghausen

Asyl: Willkommenstrunk reicht nicht aus

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Burghausen - Im Gewerbepark Lindach entsteht eine Unterkunft für 176 Menschen. Neben der Frage der Gemeinschaftsräume beschäftigt Bürgermeister Steindl vor allem die Begleitung.

Der Burghauser Stadtrat hat am Mittwochnachmittag dem Bauantrag für eine Asylbewerberunterkunft im Gewerbepark Lindach für 176 Menschen einstimmig grünes Licht gegeben. Das Gremium begrüßt das rund 1,4 Millionen Euro teure Vorhaben grundsätzlich, kritisiert aber einzelne Aspekte der neuen Unterkunft. Wie bereits berichtet, halten einige Stadträte die beiden Gemeinschaftsräume mit jeweils 30 Quadratmetern für zu klein.

Nachträgliche Erweiterung möglich

"Das mit den Gemeinschaftsräumen ist ein wichtiges Thema", sagte Bürgermeister Hans Steindl. Allerdings kann die Stadt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Einfluss auf die Größe dieser Räume nehmen, schließlich schließt der Bauwerber den Vertrag über die Unterbringung von Asylbewerbern mit der Regierung von Oberbayern. Steindl möchte deswegen mit der Zustimmung zum Bauantrag den Ball an die Regierung von Oberbayern weitergeben. "Ich würde darum bitten, dass wir das von uns aus abschließen, dann ist die Regierung am Zug", sagte Steindl vor der Abstimmung.

Der Bürgermeister sieht eine Chance für die nachträgliche Erweiterung der Gemeinschaftsräume. Es gebe da draußen Erweiterungsmöglichkeiten, es handle sich um städtischen Grund. Sollte ein Bedarf da sein, müssten die Regierung, der Landkreis und die Stadt die Gemeinschaftsräume gemeinsam als Sonderleistung erweitern, so Steindl. "Dann muss man halt schauen, dass man eine gemeinsame Finanzierung für diese Mehraufwand findet."

Begleitung durch Aktivsenioren und Lions Club?

Der Bürgermeister betonte, dass es nicht so wichtig sei, dass die Stadt eine Unterkunft baue, sondern dass sie überhaupt gebaut werde. Die Aufgabe der Stadt sieht Steindl vielmehr in der Begleitung der Menschen, und zwar nicht nur in Form eines "Willkommenstrunks". Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass dies der Stadt gelingt. Möglichkeiten zur Begleitung der Asylbewerber sieht Steindl etwa bei den Aktivsenioren und beim Lions Club.

Noch ist das Thema aber nicht akut, die neue Unterkunft muss schließlich erst gebaut werden. Steindl rechnet damit, dass die Frage der Begleitung in der zweiten Hälfte des Jahres wieder Thema wird.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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