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Fehlt in der Burghauser Altstadt das Leben?

„Wenn niemand mehr hier wohnt, ist die Stadt ein Museum!“

Nicht nur bei veranstaltungen soll der Burghauser Stadtplatz auch in Zukunft lebendig bleiben.
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Die Altstadt von Burghausen soll belebter werden.

In den letzten Jahren war es ruhig am Stadtplatz in Burghausen, was hauptsächlich an der pandemie-bedingten Absage von Veranstaltungen lag. In den Grüben liege laut den Bewohnern nun schon „ein Hauch Moder“ in der Luft.

Burghausen – Die Auftaktveranstaltung zum Bürgerbeteiligungsprozess für die Gestaltung der Altstadt war besser gefüllt als gedacht. Es mussten sogar ein paar weitere Stühle besorgt werden, für die rund 100 Personen, die am Dienstag Abend in den Stadtsaal gekommen waren. Viele davon sind Bewohner der historischen Altstadt, die neben Kritik auch viele konstruktive Vorschläge zu bieten hatten.

Bei der offenen Diskussion mit Bürgermeister Florian Schneider, Landschaftsarchitektin Katrin Rismont und Martin Winkler vom Bauamt wurde ein buntes Gemisch an Themen auf den Tisch gebracht: Der von Bürgermeister Florian Schneider als „Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnete Stadtplatz wurde dabei genauso unter die Lupe genommen, wie die Familienfreundlichkeit der Altstadt. Stephan Barbarino, ein Anwohner, machte deutlich, dass internationale Besucher begeistert seien, wenn sie über die Burg spazierten. Aber wenn sie In die Grüben kämen, die Begeisterung schwinde. „Es liegt ein Hauch von Moder in der Luft“, stellte Barbarino fest, und spielte damit auf das Fehlen von Geschäften und Gastronomie in der historischen „Flaniermeile“ an.

„Wenn man durch die Grüben geht, dann sieht man, dass die Hälfte der Geschäftsflächen nicht in Betrieb sind“, so Barbarino. Bürgermeister Schneider hielt dagegen, dass er Burghausen nicht als reinen Tourismus-Magneten sehe, während die Stadtheimatpflegerin Friederike Stückler betonte, dass sich das Planungsbüro bereits über eine Uferpromenade an der Salzlände Gedanken mache. Florian Deiber, Anwohner in den Grüben fragte, ob man grundsätzlich die Aufenthaltsdauer erhöhen möchte? „Vor dem Stadtsaal und dem Rathaus ist praktisch eine Betonwüste. Die Bänke stehen verloren rum. Das ganze hat den Charme eines Notfallparkplatzes für Veranstaltungen. Und was ist eigentlich mit den Kindern? Wollen wir die raushalten, oder hab ich sie bloß noch nicht gesehen?“

Bürgermeister Schneider bejaht, dass es am Stadtplatz diesbezüglich Luft nach oben gebe. Auch wenn die Altstadt ein wunderbarer Ort für Familien mit Kindern sei. Johann Seitz, erster Vorsitzender der Freunde der Altstadt e.V., bekräftigte dies und gab an, dass es viele Vorteile habe mit Kindern in der Altstadt zu wohnen: „Die Wege sind kurz, alles ist zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Aber der Stadtplatz könnte für Kinder ansprechender gestaltet werden.“ Auch Stadtheimatpflegerin stimmt dem zu. Sie sagt: „Denkmalschutz sehe ich nicht so, dass man alles exakt so erhalten muss, wie ist jetzt lange war. Es muss auch wieder etwas neues kommen. Wenn niemand mehr da wohnt, ist die Stadt ein Museum.“

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