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Ein Jahr nach Protesten: Wie geht es Friseuren in den Kreisen Altötting und Mühldorf?

„Man merkt schon, die Leute lassen sich zwischen den Besuchen mehr Zeit!“

links: Plakatmotiv des Landesinnungsverbands des bayerischen Friseurhandwerks Anfang 2021. rechts: Die Burghauser Friseurin Steffi Groß.
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links: Plakatmotiv des Landesinnungsverbands des bayerischen Friseurhandwerks Anfang 2021. rechts: Die Burghauser Friseurin Steffi Groß.

Anfang 2021 machten die Friseure der Region mit Protestaktionen auf ihre damals teils verzweifelte Lage aufmerksam. Was hat sich seitdem getan und wie geht es ihnen jetzt? Wir haben uns in den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn erkundigt.

Altötting/Burghausen/Mühldorf - „Man merkt schon, die Leute lassen sich zwischen den Besuchen mehr Zeit. Beispielsweise viele, die sonst im Dezember vor der Firmen-Weihnachtsfeier oder dem Fest mit der Familie gekommen wären, tauchen jetzt erst Mitte Januar auf“, berichtet die Burghauser Friseurin Steffi Groß im Gespräch mit innsalzach24.de. „Wobei das, glaube ich, eher unterbewusst passiert. Auch fehlen beispielsweise diejenigen vor allem jungen Leute, die sich vor dem Feiern am Wochenende nochmal aufbretzeln lassen.“ Insgesamt sei die Lage inzwischen besser, als beispielsweise vor einem Jahr, als Friseure in der Region mit stillen Protesten auf ihre damals teils verzweifelte Lage aufmerksam machten.Aber es kommt halt noch bei weitem nicht an die Zustände vor der Pandemie heran.“

Ein Jahr nach Demo: Wie geht es den Friseuren in den Kreisen Altötting und Mühldorf?

„Das eine ist die Nachfrage, die nicht mehr dieselbe ist wie zuvor. Andererseits kann sie ja aber auch aktuell nicht im gleichen Maß bedient werden, wie zuvor“, gibt Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbands des bayerischen Friseurhandwerks Nach Ansicht ihres Berufsverbands werde das Friseurhandwerk unverhältnismäßig stark mit Einschränkungen belastet. „Wir bekommen regelmäßig die Rückmeldung, dass Infektionen und Massenausbrüche in Kindergärten, Schulen, Sammelunterkünften, Pflegeheimen und so weiter auftreten, nicht aber in Friseursalons. Warum also muss diese Branche schon wieder leiden? Warum sind wir das Bauernopfer in der Pandemie? Warum sind Friseursalons nicht so viel Wert wie Handel oder Industrie?“, heißt es in einem offenen Brief der Innung an die Abgeordneten des Bayerischen Landtags von Ende des vergangenen Jahres.

„Es gibt Auswertungen der Berufsgenossenschaft, wonach im Friseurhandwerk nicht überdurchschnittlich viele der meldepflichten Krankmeldungen auf Grund von Corona eingehen“, bemerkt Ortlieb. „Das zeigt doch, dass sich die zahlreichen Arbeitsschutzauflagen ausgezahlt haben. Eine Studie des Max-Planck-Instituts hat ja außerdem beispielsweise kürzlich nachgewiesen, dass wenn zwei Personen FFP2-Masken tragen, das Infektionsrisiko auch bei nahem Beisammenstehen erheblich reduziert wird. Und das ist ja nur eine der Auflagen, an die wir uns halten müssen.“

Wer wegen 2G nicht zum Friseur darf, hilft sich anderweitig ab

Auch Helga Wimmer, Kreisvorsitzende der Innung für die Landkreise Altötting und Mühldorf kann all die genannten Problem nur bestätigen. „Die Sache ist ja auch: Diejenigen die durch die aktuelle 2G-Regelung nicht zu uns kommen können, helfen sich anderweitig ab. Vielfach mag das durch Do-it-yourself möglich sein, aber es dürfte auch nicht wenige Fälle von Schwarzarbeit geben.“ Dem pflichtet auch Landes-Geschäftsführerin Ortlieb zu: „Zahlen kann man da keine nennen, denn es ist ja die Natur der Sache, das es nur bekannt wird, wenn jemand erwischt wird. Aber nach allem was man aus Kollegenkreisen hört, dürfte es da eine nicht zu vernachlässigende Menge an Fällen geben.“

„Am Ende des Tages muss man sagen: Wir sind natürlich froh, dass wir aufsperren dürfen und beispielsweise nicht 2G plus als Regelung haben, so wie die Gastronomie“, resümiert die Burghauser Friseurin Steffi Groß. „Aber es ist halt, wie gesagt, nach wie vor nicht einfach und nicht mit der Lage vor der Pandemie vergleichbar.“

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