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Burghausen testet Platz-Sharing

Wegen zu hohem Bedarf in Burghausen: Mini-Kita im Haus der Familie

Das Haus der Familie in Burghausen soll in ein paar Wochen öffnen. In Kürze entsteht dort auch eine Kita-Gruppe.
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Das Haus der Familie in Burghausen soll in ein paar Wochen öffnen. In Kürze entsteht dort auch eine Kita-Gruppe.

Zu viele Kinder für zu wenige Plätze: Burghausen reagiert auf den hohen Bedarf an Betreuungsplätzen. Dafür entsteht im Haus der Familie vorübergehend eine Kita-Gruppe, die Platz für zwölf Kinder bietet. Dabei soll die Hälfte über ein sogenanntes Platz-Sharing vergeben werden.

Burghausen – Das Haus der Familie befindet sich gerade noch in der Fertigstellung und schon scheint sich der Bau bereits gelohnt zu haben. Denn aufgrund der hohen Nachfrage an Betreuungsplätzen in den städtischen Kindertageseinrichtungen werden die Räumlichkeiten dort schon dringend benötigt. Dort soll temporär eine Kita-Gruppe von zwölf Kindern untergebracht werden. „Sechs Plätze soll unter einem Platz-Sharing-System angeboten werden“, verkündet Bürgermeister Florian Schneider in der Stadtratssitzung vom 16. Juni. Schließlich würden nicht alle Kinder eine tägliche Betreuung benötigen.

Viele Kinder auf der Warteliste - Unterbringung im Haus der Familie „notwendig“

Der Bedarf ist vorhanden, auch wenn sich die Zahlen laut dem Stadtoberhaupt täglich ändern. Für die städtischen Krippen steht aktuell ein Kind ab September auf der Warteliste. Im Laufe des Kindergartenjahrs 21/22 sind es sogar schon 14. Im Kindergarten sind es insgesamt 22 Kinder, darunter zwölf „Kann-Kinder“. Aufgrund des Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz müsse die Stadt handeln. Im Haus der Familie kann aber ohne große Mehrkosten die Räume umgewidmet werden.

Für Familienreferentin Doris Graf (SPD) ist die Einrichtung der Kita-Gruppe „notwendig“. Schließlich gehe es um die Sache und die Räumlichkeiten im Haus der Familie seien dafür geeignet. Jetzt müsse nur noch ein geeigneter Träger gefunden werden. Im Raum steht hier laut Graf der Kinderschutzbund. Anschließend sei es wichtig, dass dieser Träger Personal findet, was in der aktuellen Lage alles andere als einfach ist.

„Ich bin froh darum. Es ist die richtige Lösung“, glaubt die Familienreferentin. Anschließend müsse man schauen, wie lange diese Einrichtung benötigt wird. Auf Nachfrage von Hedi Mittermeier berichtet Graf zudem, dass der Außenbereich für die Kinder abgegrenzt wird. Auch Spielgeräte seinen bereits organisiert worden.

Schneider über Sharing-Angebot: „Nicht einfach, aber möglich“

Im Bezug auf das Sharing-Angebot glaubt Schneider, dass dies nicht einfach sei. „Aber es ist möglich. Wir müssen hier nun den Bedarf ermitteln, dann könnte es gut bewerkstelligt werden“, so Schneider. Man wolle es schrittweise starten, auch um es zu testen.

Unterstützung hierfür bekommt Schneider von Dr. Julia Jeschko (Grünen). In großen Städten sei diese Lösung bereits üblich, auch wenn es dort oft eine Frage der Kosten ist. Dieses Thema müsse vorangetrieben werden und organisatorisch von der Verwaltung unterstützt werden. Die Diskussionen darüber werden den Stadtrat aber die nächsten Jahre weiterhin beschäftigen, glaubt Jeschko.

jz

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