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Zehn Betriebe für Bayerns Modellprojekt - Corona-Betriebsimpfungen

Betriebsimpfungen bei Wacker Chemie in Burghausen am Mittwoch gestartet - die Hintergründe

Betriebsimpfungen bei Wacker Burghausen
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Dr. Jürgen Commessmann, Leiter des WACKER Gesundheitsdiensts ist startklar für das Modellprojekt – ab Mittwochmorgen wird im Belegschaftshaus am WACKER Standort Burghausen geimpft .

Über Impfungen am Arbeitsplatz will das Gesundheitsministerium die Corona-Infektionen weiter eindämmen. Vergangene Woche startete deshalb ein Modellprojekt mit den ersten zehn Betrieben in Bayern. Darunter auch Wacker Chemie in Burghausen. Vertreter der Firma erklären gegenüber innsalzach24.de den Ablauf.

Bei zehn Unternehmen in Bayern soll in Modellprojekten eine Corona-Betriebsimpfung für die Mitarbeiter erprobt werden. „Gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) haben wir eine ausgewogene Auswahl getroffen mit unterschiedlich großen Betrieben aus Hochinzidenzgebieten und aus allen Regierungsbezirken sowie unterschiedlichen Branchen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag, 27. April in München. Der Bund plant, die Betriebsärzte erst ab Juni in das Impfgeschehen einzubeziehen. Mit dabei beim Modellprojekt: Das Siegsdorfer Unternehmen Brückner GmbH und die Firma Wacker Chemie in Burghausen. innsalzach24.de hat die Zuständigen der Firma über die Hintergründe befragt:

innsalzach24.de: Wann werden die Betriebsimpfungen starten?
Wir haben im WACKER Belegschaftshaus eigens ein Impfzentrum mit mehreren Linien aufgebaut. Wir haben dann alle logistischen Vorbereitungen getroffen und die Kühlkette während des Transports und im Werk sichergestellt. Die Impfungen starten am Mittwochmorgen, den 05. Mai. Die Aktion kommt sehr gut an. Die Anmeldungen laufen seit letzten Donnerstag und die Resonanz unter den Mitarbeitern ist beachtlich. Wir haben in den ersten Tagen schon mehr als 3.000 Anmeldungen erhalten. Um zu informieren und die Impfbereitschaft in unserer Belegschaft zu fördern, haben wir aktuell auch eine breite Kommunikationskampagne am Standort gestartet
innsalzach24.de: Wie viele Impfdosen sind für den Standort vorgesehen? 
Am Standort Burghausen arbeiten mehr als 10.000 Beschäftigte und wir wollen so viele von ihnen wie möglich impfen. Bisher wurden den 10 am Modellprojekt beteiligten Unternehmens 50.000 Dosen zur Verfügung gestellt. Die genaue Zahl der Impfungen wird natürlich entscheidend von der Anzahl der Impfdosen abhängen, die uns zur Verfügung gestellt werden. Derzeit ist die Verfügbarkeit des Impfstoffs noch beschränkt, wir hoffen aber, dass sich das bald ändert und wir allen impfwilligen Beschäftigten am Standort ein Impfangebot machen können. Den Impfstoff erhalten wir als Dependance des Impfzentrums Altötting über das Landratsamt Altötting.
innsalzach24.de: Können sich alle Mitarbeiter impfen lassen?
Ja, wir wollen so viele Mitarbeiter wie möglich impfen, abhängig von der Anzahl der Impfdosen, die zur Verfügung gestellt werden. Wir zählen zu den produzierenden Unternehmen mit Beschäftigten, deren Aufgaben die Präsenz am Arbeitsplatz im Werk erfordern. Für diese gilt im Rahmen der Verordnung zum Anspruch auf Impfung gegen das Coronavirus erhöhte Priorität. Das sind zum Beispiel Mitarbeiter in der Produktion, im Labor, in der Werkstatt oder in der Logistik, die nur schwer im Homeoffice arbeiten können. In den Verwaltungsbereichen haben wir den Spielraum natürlich voll genutzt.
innsalzach24.de: Sind die Impfungen freiwillig?
Die Impfungen sind selbstverständlich freiwillig.
innsalzach24.de: Wer führt die Impfungen durch? Macht das der Betriebsarzt?
Dies übernimmt bei uns unser werkärztlicher Dienst mit sieben Werkärzten und weiteren Kräften, die zum Beispiel bei der Anmeldung unterstützen. Durch den werkeigenen Gesundheits-dienst konnten wir den Aufbau des eigenen Impfzentrums im Belegschaftshaus sowie die medizinische Betreuung und Beratung binnen kurzer Zeit sicherstellen. Einige unserer Betriebsärzte waren übrigens bereits ehrenamtlich im Corona-Impfzentrum des Landkreises Altötting tätig und sind von daher mit dem Impfablauf bestens vertraut.
innsalzach24.de: Welchen Impfstoff wird es geben?
Wir werden zunächst mit Biontech impfen. Die weitere Vorgehensweise wird von der Verfügbarkeit der Impfstoffe abhängen und nicht unbedingt auf einen Hersteller beschränkt bleiben.
innsalzach24.de: Wie kam es zu der Teilnahme am Modellprojekt?
Wir haben uns bereits frühzeitig aktiv darum bemüht, in das Programm aufgenommen zu werden. Zudem zählen wir zu den produzierenden Unternehmen mit Beschäftigten, deren Aufgaben die Präsenz am Arbeitsplatz im Werk erfordern. Für diese gilt im Rahmen der Verordnung zum Anspruch auf Impfung gegen das Coronavirus erhöhte Priorität. Das sind zum Beispiel Mitarbeiter in der Produktion, im Labor, in der Werkstatt oder in der Logistik, die nur schwer im Homeoffice arbeiten können. In den Verwaltungsbereichen haben wir den Spielraum natürlich voll genutzt. Für die Aufnahme in das Programm spielt auch eine Rolle, dass wir in den umliegenden Landkreisen sehr hohe Inzidenzwerte über 200 hatten. Durch den werkeigenen Gesundheitsdienst konnten wir den Aufbau eines eigenen Impfzentrums und die medizinische Betreuung und Beratung binnen kurzer Zeit sicherstellen.
innsalzach24.de: Gab es in der Vergangenheit oder gibt es aktuell Corona-Fälle im Betrieb in Burghausen?
Als Unternehmen sind wir ein Spiegel der Gesellschaft und daher auch von Positivtestungen betroffen. Deshalb ist uns allen die Impfung so wichtig. Unsere Schutzkonzepte und unser Testkonzept haben sich bisher bewährt. Mitarbeiter im Werk haben zweimal in der Woche die Gelegenheit sich mit Selbsttests oder Schnelltests testen zu lassen. Dazu haben wir neben dem Gebäude unseres Gesundheitsdiensts eigens eine Teststation eingerichtet, in dem Schnelltests angeboten werden.

jb

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