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Vorstellung des Nachhaltigkeitskonzeptes für Burghausen

Intensiver Dialog wegen Parkplätzen in der Altstadt und breiterer Gehweg für den Ludwigsberg

Wird Burghausen die nachhaltigste Stadt im Landkreis Altötting?
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Nachhaltig – Nachhaltiger – Burghausen ?

Bei einer Sondersitzung Mitte September wurden dem Burghauser Stadtrat ein Nachhaltigkeitskonzept mit Maßnahmen des Bürgerrats vorgestellt. Was wird als wohl zuerst angepackt?

Burghausen – Bereits im Juni 2021 wurde im Burghauser Stadtrat die Erstellung eines Konzeptes für mehr Nachhaltig beschlossen. Seitdem beschäftigte sich ein Bürgerrat sich mit der Thematik und trug Ideen für Umsetzungsmaßnahmen zusammen. Sarah Freudlsperger vom Burghauser Umweltamt konnte daraus sechs Handlungsfelder für ein nachhaltigeres Burghausen bestimmen und stellte das Konzept Mitte September dem Stadtrat vor. Dadurch sollte für ihn ein Überblick geschaffen und die Ausarbeitung der einzelnen Maßnahmen beschlossen werden. Über Umsetzung und Kostenfrage wird noch gesondert abgestimmt.

Sechs Handlungsfelder und viele Maßnahmen

Allein im Feld „Klima und Energie“ sind für Burghausen ehrgeizige Ziele gesetzt. So will die Stadt bis 2030 hundert Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen beziehen. Die Chemie-Industrie wird aus dieser Rechnung ausgeschlossen. Bis 2035 soll Burghausen außerdem alle eigenen Gebäude energetisch sanieren und einen Klimaschutzbeauftragten einstellen, sowie die Energieberatung für Bürger ausbauen. Für die Neustadt ist bereits eine Umgestaltung bezüglich des Regenwasser-Managements in Arbeit. Am Bürgerhaus soll außerdem eine „grüne Wand“ entstehen und mehr Dächer bepflanzt und mit Photovoltaik versehen werden. Bereits zum Teil verwirklicht ist die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik und im Bauausschuss ist bereits die Erweitung der PV-Anlage im Hieringer Feld im Gespräch.

Weitere Handlungsfelder und Maßnahmen aus dem Bürgerrat

Als weitere Felder für die Nachhaltigskeitsarbeit in Burghausen steckte Sarah Freudlsperger noch die Bereiche „Natürliche Ressourcen und biologische Vielfalt“, „Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit“, „Bildung und Bürgerbeteiligung“, „soziale Stadt und Miteinander“ sowie das Thema „Mobilität“ ab. So solle die Zusammenarbeit mit der Ökomodellregion verbessert werden und der Trinkwasserschutz sowie der Ökolandbau mehr im Fokus stehen. Es sei außerdem Zeit, die Stadt in Richtung Klimaneutralität zu transformieren: Das geschehe auch durch die Einführung einer Lehrprofessur für Wasserstofftechnologie. Auch die Digitalisierung der Verwaltung solle vorangetrieben werden, sowie die Entwicklung des Salzachzentrum-Areals.

Besonders umstritten: die Mobilität

Gerade die Mobilität ist ein Burghausen ein wichtiges und sehr umstrittenes Thema. Gerade der Ausbau des Radwegenetzes und die Parkraumbewirtschaftung spielen eine große Rolle. Norbert Stranzinger, Zweiter Bürgermeister der Stadt, erwähnte auch dass dies ein kritischer Punkt sei, bei dem man ganz intensiv in den Dialog einsteigen müsse. Auch die Verkehrsberuhigung in Bezug auf den LKW-Verkehr liegt dem Bürgerrat besonders am Herzen. Außerdem sollen laut Erstem Bürgermeister Florian Schneider demnächst Varianten zur Gehwegverbreiterung am Ludwigsberg vorgestellt werden.

Der Stadtrat beschloß mit einer Gegenstimme die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes für ein zukunftsfähiges Burghausen. Im Juli 2023 soll von der Stadtverwaltung ein aktueller Stand der Umsetzungen vorgelegt werden.

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