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Er spielte die größten und ältesten Orgeln der Welt

Von Hongkong bis Marienberg: Der Burghauser Organist Heinrich Wimmer war schon überall

Kann man Orgelpfeifen stimmen? Heinrich Wimmer zeigte wie das geht.
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Heinrich Wimmer zeigt, wie man eine Pfeife stimmt.

Seit seinem 14. Lebensjahr spielt Heinrich Wimmer schon die Orgel. Seine Laufbahn startete in Altötting und führte ihn über Kaliningrad und Hongkong nach Burghausen zurück.

Burghausen – Wer regelmäßig in die Altstadt Burghausen kommt, hat sicher schon einmal erstaunliche Melodien aus der St. Jacobskirche gehört. Es ist gut möglich, dass der eine oder andere Spaziergang mit einer Pause auf einem Bankerl am Kirchplatz unterbrochen wird, um den Klängen aus dem Gotteshaus zu lauschen. Eindrucksvoll ist auch das Glockenspiel, das zu bestimmten Zeiten aus dem Turm erklingt. Verursacher der musikalischen Bereicherung der historischen Altstadt ist Heinrich Wimmer, der seit 1985 Organist in der Stadtpfarrkirche ist. Er ist es auch, der den Bau der dreimanualigen Rieger-Orgel mit 50 Registern initiierte.

Die Orgelpfeifen sind zum Teil aus Holz (Birne und Eiche) aber auch aus einer Zinn-Blei-Legierung.

Orgelbau ist feinste Handwerkskunst, denn jede einzelne Pfeife wird maßgefertigt, einzigartig aufgeschnitten und gestimmt. Nicht weniger als 3800 Pfeifen ertönen in der St. Jacobskirche. „Jede Orgel ist anders“, erzählt Wimmer im Gespräch. „Wenn ich ein Konzert an einer anderen Orgel gebe, muss ich mindestens einen Tag vorher anreisen und das Instrument einrichten. Post-its auf den Noten und den Registern sind dabei ganz wichtig.“ Bei seinen Reisen hat Wimmer auch bereits die älteste Orgel der Welt gespielt: „Ich durfte sowohl in Rysum, als auch in Ostönnen und in Sion Orgeln spielen, die sich jeweils als älteste der Welt bezeichnen. Welche wirklich die älteste ist, ist umstritten.“

Der gebürtige Altöttinger begann schon als Kind mit dem Klavierspiel und kam über den Kirchenchor an die Orgel. Für seine ersten „Auftritte“ in der Kirche, musste der jugendliche Wimmer nach eigenen Worten „eine gehörige Portion Frechheit“ an den Tag legen, denn er wurde sofort ins kalte Wasser geworfen, und musste vor Kirchenpublikum spielen. „Wenn ich sagte ‚Das kann ich aber nicht‘, dann hieß es ‚Lernst es, dann kannst es‘“, erinnert sich der Organist lachend.

Seltener Blick in die Innereien der St. Jacob Kirchenorgel

In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl
In der St. Jakobskirche in der Altstadt Burghausen, ist Heinrich Wimmer seit 1985 Organist.
Heinrich Wimmer organisiert seit 1986 Internationale Orgelkonzerte in und um Burghausen. © Haindl

Später studierte Wimmer Kirchenmusik in Regensburg und dann das Hauptfach Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik in München. Dort absolvierte er 1991 sein Meisterklassendiplom. Seit damals reiste Wimmer für zahlreiche Konzerte quer durch Europa, Russland, den Nahen sowie den Fernen Osten. „In den 90er Jahren war ich zwei Mal im Jahr auf Konzertreise in Russland. Zuletzt war ich vor acht Jahren in Königsberg, wo die größte Orgel Russlands steht.“ Am liebsten reise Wimmer aber nach Frankreich und Italien, wo seine bevorzugten Orgeln stehen. „Heute steht überall das gleiche perfekte Instrument. Früher gab es je nach Region einen ganz speziellen Stil. Das ist wie mit gutem Wein“, erläutert der Organist.

Bayerischer Orgelbarock am 19. Juni in Marienberg

Heinrich Wimmer spielte schon alle großen Orgelwerke von Bach, Mozart, Reger und der französischen Klassik, hat aber inzwischen auch mehr als 150 Werke zeitgenössischer Komponisten erstaufgeführt. Auch mit Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen konnte sich Wimmer einen Namen machen. 1986 rief er in Burghausen eine jährliche stattfindende internationale Orgelkonzertreihe ins Leben. Im Rahmen dieser Reihe wird am 19. Juni ein Spezialist für historische Tasteninstrumente, Roland Götz, in die Wallfahrtskirche Marienberg kommen. Der Augsburger wird dort ab 17 Uhr die Kirchenorgel aus dem Jahr 1769 spielen, die inzwischen mehrfach restauriert wurde.

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